Flusslandschaft in der Hagenauer Bucht (Foto: Martina Blaurock)

Flusslandschaft in der Hagenauer Bucht (Foto: Martina Blaurock)

50 Jahre Ramsar-Konvention

Am 2. Februar 1971 jährt sich der Schutz der "Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung" zum 50. Mal.

Vor 50 Jahren wurde in der Stadt Ramsar im Iran die internationale Vereinbarung zum Schutz von „Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung“ geschlossen. Seit 1976 gehört der Untere Inn zwischen der Salzachmündung bei Haiming und Neuhaus/Schärding an der Rottmündung dazu.

Jeden Frühling und Herbst werden die Inseln und Verlandungszonen zu Rastplätzen für Zehntausende Zugvögel auf ihren interkontinentalen Zugrouten. Die dichten Schilfbestände bieten seltenen Vögeln Brutmöglichkeiten, so z.B. den in Bayern vom Aussterben bedrohten Arten wie Zwergdommel und Nachtreiher. Auf den Sandbänken rasten Scharen von Großen Brachvögeln und in den Auwäldern finden sich Pirol, Blaukehlchen und Beutelmeise.

Die durch die Ramsar-Konvention geschützten Inseln, Auwälder und Dammbereiche bieten auch Raum für seltene und ebenso wichtige Wildpflanzen, wie z. B. Kartäusernelke, Natternkopf, Fransenenzian und Sumpfschwertlilie sowie dem Helmknabenkraut und anderen gefährdeten Wildorchideenarten. Diese wiederum sind unentbehrlich als Nektar- und Pollenlieferant für viele selten gewordene Schmetterlinge, Wildbienenarten und andere Insekten, die allesamt ebenso schön wie nützlich sind, auch als Nahrung für unsere zum Teil immer seltener werdenden Singvögel.

Das heißt also: der Schutz auch unseres Ramsargebietes am Unteren Inn ist unverzichtbarer Gewässerschutz und ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt um die wunderschöne Natur vor unserer Haustüre zu erhalten.

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