Aktuelles

Was tut sich im Naturium am Inn? Hier erfahren Sie Aktuelles zu unseren Veranstaltungen und Projekten sowie zur Tier- und Pflanzenwelt im Unteren Inntal.

Aktuelle Veranstaltungen

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Die Sonntagsführungen des Naturium im Juni

Die Pflanzen der Inndämme 
und Brennen

Führung mit Dr. Beate Brunninger, 
Naturium am Inn

Der Juni ist die Zeit der üppigen Blütenpracht an den Inndämmen und auf den Brennen in den Auen. Wir wandern zum Eringer Inndamm oder fahren wahlweise zum „Biotop-Acker“ nach Eglsee, der im Zuge eines Life-Projektes vom Maisacker zum Biotop renaturiert wurde, und erkunden die vielfältige bunte Pflanzengesellschaft, die auf trockene und nährstoffarme Böden angewiesen ist. Es begegnen uns Heilkräuter, Orchideen und zahlreiche andere Pflanzen. Die Strecke ist für Rollstuhlfahrer noch tauglich, jedoch ist eine Begleitperson zweckmäßig.

Termine: jeden Sonntag im Juni, 10 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden, Teilnahmegebühr: 3 € (Kinder frei)
Treffpunkt: Naturium a. Inn, Innwerkstr. 15, 94140 Ering

Anmeldung über das Buchungsportal im Veranstaltungskalender auf unserer Homepage www.naturium-am-inn.eu, per E-Mail an naturium[at]rottal-inn.de oder unter Tel. 0049 (0)8573-1360.

Führung anlässlich des
"Internationalen Tages der Artenvielfalt"

Was krabbelt, wächst und flattert am Unteren Inn?

Artenvielfalt entdecken mit dem Naturium am Inn und der Zoologischen Gesellschaft Braunau.

Anlässlich des internationalen Tages der Artenvielfalt, der jährlich am 22. Mai stattfindet, nehmen wir die Tier- und Pflanzenwelt im Europareservat Unterer Inn genauer unter die Lupe. Denn die Vielfalt hier ist enorm: vom Eisvogel bis zum Biber, vom Schmetterling bis zum Frosch, von mächtigen Auwaldbäumen bis zu zarten Orchideen. Ausgerüstet mit Ferngläsern und Becherlupen erforschen wir die Artenvielfalt am Unteren Inn. Besonders eingeladen sind Familien!

Samstag, 15. Juni 2024, 14 Uhr

Dauer: ca. 2 Stunden, die Veranstaltung ist kostenlos
Treffpunkt: Naturium am Inn, Innwerkstr. 15, 94140 Ering

Anmeldung über das Buchungsportal im Veranstaltungskalender auf unserer Homepage www.naturium-am-inn.eu, per E-Mail an naturium[at]rottal-inn.de oder unter Tel. 0049 (0)8573-1360.

„Qualitätssiegel Umweltbildung.Bayern“
für das Naturium am Inn

Umweltstation ist jetzt Qualitätssiegelträger

 

Im Mai wurde in feierlichem Rahmen der staatlich anerkannten Umweltstation Naturium am Inn das „Qualitätssiegel Umweltbildung.Bayern“ verliehen.

Das Qualitätssiegel steht für hochwertige Bildungsarbeit im Bereich Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung. Die Voraussetzungen sind unter anderem ein fundiertes pädagogisches Konzept, fachliche Qualifikation und Fortbildungen des Personals, die Orientierung an den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung sowie kunden- und handlungsorientierte Angebote. 143 Qualitätssiegelträger gibt es bereits in Bayern. Das Qualitätssiegel wird für einen Zeitraum von drei Jahren verliehen.

Claudia Schmidt, Leiterin des Naturium am Inn, nahm die Urkunde von Marc Haug, Mitglied im Kernteam „Umweltbildung.Bayern“ (im Bild li.), und Dr. Christian Barth, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (re.), entgegen.

Unsere Wanderausstellung geht auf Reisen!

Wir verleihen unsere Wanderausstellung zur Geschichte des Inn kostenlos

Wanderausstellung

„Alles im Fluss?! - Zeitzeugen der
Inn-Entwicklung“

In Zusammenarbeit mit Menschen aus der Region - von Jung bis Alt - hat die Umweltstation Naturium am Inn im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderten Projekts "Zeitzeugen der Inn-Entwicklung" eine sehenswerte Ausstellung zur Geschichte des unteren Inn zusammengestellt. Auf interaktiven Drehscheiben, Roll-Ups und mittels einer Audio-Station finden sich interessante Geschichten, Daten und Bilder sowie kreative Darstellungen zur Entwicklung des unteren Inn.

Die Ausstellung ist zur Zeit wieder verfügbar.

Infos zur Buchung der Wanderausstellung gibt es im Naturium per E-Mail an naturium@rottal-inn.de oder telefonisch über 0049 (0)8573 1360.

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen!

 

Neuigkeiten aus dem Naturium am Inn

Natura 2000-Tag 2024 – Auen-Erlebnis für Groß und Klein

Natura 2000-Aktionstag am neuen Umgehungsgewässer

Alljährlich wird am 21. Mai der europäische Natura 2000-Tag gefeiert. In diesem Jahr wurde er zum Anlass genommen, die im Bau befindliche neue Fischaufstiegshilfe am Kraftwerk Braunau-Simbach vorzustellen.

Der Kraftwerksbetreiber Verbund richtete gemeinsam mit der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) und dem Naturium am Inn ein spannendes Auen-Erlebnis für geladene Gäste sowie einen Familiennachmittag mit Stationenbetrieb für Groß und Klein aus.

Einleitende Grußworte sprachen neben Verbund-Projektleiter Herfried Harreiter, Regierungspräsident von Niederbayern Rainer Haselbeck, die stellvertretende Landrätin des Landkreises Rottal-Inn, Edeltraud Plattner, und Christoph Stein vom bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. 

Am Kraftwerk Braunau-Simbach sind die Arbeiten für ein Umgehungsgewässer fast abgeschlossen, das im Rahmen des EU-Projektes „LIFE Riverscape Lower Inn“ die Auenrenaturierung im Natura 2000-Gebiet am Europareservat Unterer Inn zum Ziel hat. Hier soll die Durchgängigkeit für Fische gewährleistet sein, aber auch Lebensraum für unterschiedlichste Natura 2000-Arten bei den Kraftwerken geschaffen werden. Ende Juni sind die Erd- und Betonbauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen, ab September soll dort schon Inn-Wasser fließen.

Ausführungen von Projektleiter Roland Schmalfuß vom Verbund und Landschaftsplaner Thomas Hermann gaben einen Einblick in die Planung des 3,1 Kilometer langen Umgehungsgewässers und seine Wichtigkeit für tausende Arten, wie Fledermäuse, Zauneidechse und Fische, die früher im und am Inn vorkamen und hier einen neuen Lebensraum finden sollen. Der Gewässerökologe Gerald Zauner präsentierte einige Inn-typische Fischarten, wie beispielsweise Rotfeder, Aitel, Nase und Nerfling, die er für die Gäste in Aquarien mitgebracht hatte.

Anschließend ging es noch an das bereits vor fünf Jahren fertig gestellte Umgehungsgewässer am Kraftwerk Ering-Frauenstein. Hier gewannen die Besucher einen ersten Eindruck, wie das Umgehungsgewässer Simbach-Braunau in ein paar Jahren aussehen könnte. Begrüßt wurden die Gäste von einer Gruppe Kindergartenkinder aus Ering. Gemeinsam mit  Naturium-Guide Nils Diezmann konnten sie beim Umweltbildungsprogramm

 


„Flusserlebnistag“ des Naturium am Inn, den Lebensraum Inn mit seinen tierischen und pflanzlichen Bewohnern spielerisch kennenlernen. Am Erlebnis-Pavillon bauten sie mit Freude ihre eigenen Flussläufe in den Sandhaufen und beobachteten, welche Gestaltungskraft das Wasser hat.

Am Nachmittag konnten sich Besucher und Familien an verschiedenen Ständen zu den Lebensräumen am Inn informieren. Unter anderem wurde bei der ANL das Thema Amphibien vorgestellt, bei der Unteren Naturschutzbehörde Rottal-Inn der Biber, bei der Station des EZB Zauner die Fische, bei der Zoologischen Gesellschaft Braunau die Insekten der Inndämme, bei Karl Billinger die Vögel des Inns und beim Naturium lernte man die Vögel der Auwälder und Bodenbrüter wie den Flussregenpfeifer kennen. 

Wir schauen auf einen sehr erfolgreichen Tag zurück, an dem die Bedeutung des Natura 2000-Netzwerkes anhand der grenzübergreifenden Zusammenarbeit am Unteren Inn als hervorragendes Beispiel hervorgehoben werden konnte. Zusätzlich wurde allen Teilnehmenden verdeutlicht, wie wichtig die verschiedenen Lebensräume auf kleinem Raum für die Artenvielfalt sind.

 

 

23 neue ehrenamtliche Naturium-Guides ausgebildet

Das Naturium freut sich über Verstärkung durch
ehrenamtliche Naturführer!

Im Rahmen eines durch INTERREG geförderten Projekts mit dem Namen “Interreg Bayern-Österreich - Kofinanziert von der Europäischen Union” haben der Landkreis Rottal-Inn und die Gemeinde Mining in Oberösterreich als Träger des Naturium am Inn – wie bereits erstmalig im Jahr 2021 – in einer zweiten Ausbildungsrunde grenzübergreifend naturbegeisterten Menschen aus der Region die Möglichkeit gegeben, ehrenamtlich als Naturführer aktiv zu werden. Bei einer offiziellen Abschlussveranstaltung der Ausbildung, überreichte die stellvertretende Landrätin Frau Edeltraud Plattner den 23 frischgebackene „Naturium-Guides“ ihre Ernennungsurkunde. Sie sind nun als ehrenamtliche Naturführer für das Naturium am Inn im Einsatz, um dort künftig die staatlich anerkannte Umweltstation bei Führungen, Workshops, im Rahmen der Umweltbildung und bei Veranstaltungen zu unterstützen.

„Sie sind Botschafter der Natur. Sie sind diejenigen, die uns auf faszinierende Reisen durch unsere Flora und Fauna begleiten. Sie lehren uns, die Schönheit und Vielfalt der Natur zu schätzen und tragen dazu bei, das Bewusstsein für Umweltfragen zu schärfen. Ihre Leidenschaft und Hingabe für die Natur sowie Ihr Einsatz sind aller Ehren wert“, so die stellvertretende Landrätin Edeltraud Plattner in ihre Ansprache bei der Abschlussfeier im Gewölbe der Burgschänke Frauenstein. „Ich gratuliere Ihnen heute zur bestandenen Prüfung, vor allem aber wünsche ich Ihnen viel Freude an Ihrer neuen Aufgabe“, gratulierte Plattner den ehrenamtlichen Naturführern.

In der halbjährigen Ausbildung wurden Inhalte zu Natur und Landschaft am Unteren Inn, Vegetation, Fauna, Naturschutz, Geschichte, Tourismus, Umweltbildung, Recht, Kommunikation, Führungsdidaktik sowie Erste Hilfe vermittelt.

Auch Josef Zechmeister, Bürgermeister der Gemeinde Mining sowie Dorena Buchmeier, Leiterin des Naturium am Inn gratulierten den neu ernannten Naturium-Guides recht herzlich und überreichten kleine Präsente an die Absolventen. Darüber hinaus waren Brigitte Dieplinger für INTERREG sowie einige Referenten der Ausbildung bei der Abschlussfeier zu Gast, darunter Gebietsbetreuerin Unterer Inn, Andrea Bruckmeier, Walter Sage von der Zoologischen Gesellschaft 

 

 

Braunau, Reptilien- und Amphibienbeauftragter des Landkreises Rottal-Inn, Daniel Renner sowie der Naturium-Guide aus der ersten Ausbildungsrunde, Fritz Burgstaller, als Vogelkundler.

„Das Team des Naturium am Inn freut sich über die Unterstützung durch die ehrenamtlichen Naturium-Guides“, so Leiterin Dorena Buchmeier, die betonte: „Dadurch können wir noch mehr Führungen über das Europareservat Unterer Inn für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Vereine, Universitäten und Firmen anbieten sowie Umweltbildungsprogramme für Kindergärten und Schulen umsetzen. Herzlichen Dank allen Ehrenamtlichen für dieses großartige Engagement – wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!“

Weitere Informationen zum Naturium am Inn jederzeit unter www.naturium-am-inn.eu sowie auf Social Media: www.facebook.com/naturium.am.inn und www.instagram.com/naturium_am_inn

 

Die Workshops im Naturium mit Patrick Weikenkas

Igelschlafhäuser, Nistkästen und Futterstationen…

Die Workshops von Naturium-Guide Patrick Weikenkas aus unserem Veranstaltungsprogramm erfreuen sich großer Beliebtheit. Grund genug dafür, dass wir in diesem Jahr den Workshop „Igelschlafhaus bauen“ zwei Mal angeboten haben.

Alle unsere Workshops sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet. Es stellt sich zwar immer wieder heraus, wie eifrig und geschickt selbst jüngere Kinder schon ans Bauen gehen, aber von Mama oder Papa wird doch immer wieder eine helfende Hand gebraucht.

Da ist was los im Naturium: das Schleifpapier wird zur Hand genommen um die Bretter schön glatt zu schleifen, Bohrer, Schrauber und zum Schluss oft auch noch Pinsel und Farbe, um das Haus für den Igel besonders schön zu gestalten. Assessoires aus Treibholz beispielsweise geben dem Häuschen noch den letzten Schliff. Sodann, wenn die Farbe – die nur auf den Außenseiten aufgetragen wird – getrocknet ist, kann das Häuschen in den Garten umziehen.

Für das Igelschlafhaus sollte man einen zuggeschützten und schattigen Platz im Garten suchen. Ein möglichst trockener, wasserdurchlässiger Untergrund, evtl. ein Kies-Sand-Gemisch, ist wichtig, damit sich keine Staunässe bildet. Für die Inneneinrichtung sorgt der Igel meistens selber, freut sich aber, wenn die Winterstube bereits mit trockenem Laub und Stroh ausgepolstert ist. Wenn man das Häuschen dann noch mit einer Lage Zweigen und Herbstlaub von außen schützt, wird sich beim ersten Frost sicher bald ein Igel einfinden der für den Winterschlaf einzieht.

Oft erst im April wenn es nicht mehr friert, wird der Igel allmählich wach. Bis dahin sollte man nicht zu neugierig sein, und vorher nachschauen, ob er wohl noch schläft. Ein kleiner Zweig, vor den Eingang des Häuschens gelegt, zeigt ob der Stachelritter schon draußen unterwegs war oder nicht. Sollte er im zeitigen Frühjahr

 

durch warme Temperaturen wach geworden sein, kann man ihm ein Schälchen mit getreide- und zuckerfreiem Katzenfutter anbieten, immer ohne die Sauce und das Gelee. Auch Brekkies bieten sich an, vor allem, wenn es nachts doch noch an den Gefrierpunkt geht. Über den Winter hat der Igel nämlich sehr viel Gewicht verloren und das Futter bietet ihm einen guten ersten Start in den Frühling, bis die ersten Käfer, Würmer und Asseln (seine Leibspeise) wieder unterwegs sind.

In den Sommermonaten abends die Igel dabei zu beobachten, wenn sie auf der Suche nach Futter durch den Garten tapsen, gehört wohl mit zu den schönsten naturnahen Beobachtungen, die in unserer Gartenlandschaft möglich sind.

Der letzte Workshop „Futterstation bauen“ in diesem Jahr findet am 11. November statt. Und dann freut sich das Team vom Naturium mit Patrick darauf, euch im nächsten Jahr wieder tolle Workshops anbieten zu können.

 

Großer grenzübergreifender Flusserlebnistag im September 2023

Der “Große Flusserlebnistag” am Kraftwerk Ering-Frauenstein

In diesem Jahr hatten das Naturium am Inn und alle Helfer mit dem Wetter beim alljährlichen Großen Flusserlebnistag richtig Glück gehabt. Die Sonne strahlte mit den Anwesenden um die Wette. Elf Informations- und Mitmach-Stationen waren rund um das Kraftwerk auf Frauensteiner und Eringer Seite verteilt sowie am Naturium aufgebaut.

Vom „Ökologischen Handabdruck“ über Mikroskopie, Vogelbeobachtung, Tattoos, Vogelstempel und Samenbomben basteln war alles und noch mehr geboten. Beim Stand der Zoologischen Gesellschaft Braunau konnte man sich die wichtigen heimischen Bienen und Schmetterlinge in Schaukästen zeigen und erklären lassen. An der Station zum Thema „Geologie“ waren viele unterschiedliche Gesteinsarten zum Anschauen vorhanden und man versuchte zu erraten, woher der Inn sie wohl mitgetragen hat.

In Glas eingelegte Ringel- und Äskulapnattern waren zu bestaunen sowie viele interessante Infos über heimische Reptilien und Amphibien gab es an der Reptilien-Station zu erfahren. An der Biber-Station wurde anhand eines echten Biberschädels erklärt, dass die Zähne des Bibers unendlich nachwachsen können und ein Biberfell, das sich überraschend weich anfühlte, konnte man streicheln. Dabei erfuhr man viel Wissenswertes über die Lebewesen, die in den Schutzgebieten am Unteren Inn ihr Zuhause haben.

Die Kinder haben sich auf einem Stempelkärtchen an jeder Station einen Stempel geben lassen und konnten sich, wenn das Kärtchen voll war – aber auch wenn es nicht ganz voll geworden war – im Naturium etwas aus der großen Geschenkekiste aussuchen.

Insgesamt hat uns der diesjährige Große Flusserlebnistag wieder viel Spaß gemacht und wir danken allen, die mitgemacht haben: vom Landkreis Rottal-Inn, der Zoologischen Gesellschaft Braunau, vom BUND Naturschutz und unseren Naturium-Guides! Wir freuen uns schon jetzt auf viele interessierte große und kleine Besucher, an den Stationen auf beiden Seiten des Inn, im nächsten Jahr!

 

 

Der NaTour-Wagon auf dem Familienfest Rottal-Inn 2023

Am Sonntag, den 21. Mai 2023 beging der Landkreis Rottal-Inn das diesjährige Familienfest in Mitterskirchen.

 

Auch das Naturium am Inn war mit der mobilen Umweltstation, dem „NaTour-Wagon“, wieder dabei. Viel Spaß hatten kleine und große Besucher, ihre eigenen Vogelspuren-Stempel zu basteln und damit unter anderem selbstkreierte Postkarten zu verzieren. Auch wurde fleißig beim Buchstabenrätsel „Finde den Vogel“ gerätselt und per Vogel-Memory das Erinnerungsvermögen auf die Probe gestellt und gleichzeitig trainiert.

 

In der Vogel-Ausstellung im NaTour-Wagon standen verschiedene Vogelpräparate bereit zum Erkennen und Beschreiben „Wer bin ich?“, „Wo wohne ich?“.

 

Etwas Nervenkitzel gab es bei der Fühl-Station: hier hieß es „Taste und rate!“ Wer traut sich und ertastet blind, welche Inhalte sich darin befinden?

 

Zum Schluß begrüßte das Naturium-Team die diesjährige Mostkönigin Laura Roll, die auf einen freundlichen Besuch zum NaTour-Wagon kam.

 

Über die vielen interessierten Besucher hat sich das Team vom Naturium sehr gefreut und ist sicher beim nächsten Familienfest Rottal-Inn wieder mit dem NaTour-Wagon dabei.

 

Natura 2000-Tag und Internationaler Tag der Artenvielfalt in Eglsee

Am 20. Mai fand auf dem Biotopacker am Vogelturm in Eglsee bei Ering ein bunter Aktionstag zum „Natura 2000-Tag“ und „Internationalen Tag der Artenvielfalt“ mit vielfältigen Info- und Mitmach-Stationen statt.

 

Mit dabei waren das Naturium am Inn mit der Gebietsbetreuung Unterer Inn, der Zoologischen Gesellschaft Braunau, dem BUND Naturschutz Kreisgruppe Rottal-Inn und der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL).

 

Groß und Klein hatten eine Menge Spaß unter anderem beim Fangen und Bestimmen von Insekten mit Becherlupen, dem Spazieren auf dem Biotopacker zwischen einer Vielzahl verschiedenster Blühpflanzen, beim Angelspiel und der Vogelbeobachtung mit Spektiv und Ferngläsern. Infos über die Natura 2000-Gebiete am Unteren Inn gab es an der Station der ANL und an den Infoständen des Naturiums und des BN Rottal-Inn.

 

Ein Erlebnis der besonderen Art war schließlich der Durchzug eines Bienenschwarms. Die Bienen suchten sich sodann einen Baum aus um sich niederzulassen. So gab es für jeden viel Spannendes und Lehrreiches zu erleben am Biotopacker Eglsee.

 

Neu: Defibrillator am Naturium Ering

An der Außenwand des Naturium Ering befindet sich seit Sommer 2022 ein Defibrillator. Dieser ist ganzjährig öffentlich zugänglich und kann bei Notfällen auch durch Laien bedient werden. Das Gerät gibt dazu bei Benutzung selbst Anweisungen. Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Gesundheitsregion plus.

 

Fotoausstellung am Umgehungsgewässer

An der neuen Fischaufstiegshilfe, dem Umgehungsgewässer beim Kraftwerk Ering-Frauenstein, wurde im Herbst 2020 die „Erlebnis-Station Umgehungsgewässer“ errichtet.

Neben der Möglichkeit zur Naturbeobachtung und der Nutzung als Unterstand bei Führungen sind hier wechselnde Ausstellungen von Fotografen und Künstlern aus der Region geplant. Seit kurzem ist es soweit: Die erste Ausstellung ist installiert.

Den Anfang machen Bilder von Ingo Zahlheimer, der bereits im Jahr 2014 beim weltweit größten Fotowettbewerb als „Young Wildlife Photographer of the Year“ ausgezeichnet wurde. In unserem Ausstellungspavillon zeigt er die Inseln und Sandbänke der Innstauseen aus der Vogelperspektive.

Hereinschauen lohnt sich! Denn die Werke des jungen Naturfotografen (*1996 in Passau) vermitteln faszinierende und ungewöhnliche Einblicke in die Lebensräume am Unteren Inn – und anschließend lässt sich von der Station aus noch beobachten, was sich im Umgehungsgewässer alles tut.

 

 

Wanderausstellung „Zeitzeugen der Inn-Entwicklung“

 „Alles im Fluss?!“

Eine vom Naturium am Inn eigens erstellte Ausstellung macht die bewegte Geschichte des Unteren Inn erlebbar. Die Wanderausstellung ist das Ergebnis des vom Bayerischen Umweltministerium geförderten Projekts „Zeitzeugen der Inn-Entwicklung“ der Umweltstation Naturium am Inn.

Auf acht Rollups können Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Phasen der Inn-Entwicklung nachvollziehen – unter anderem mit alten Karten, die Menschen aus der Region dem Projektteam zur Verfügung stellten. So war der einstige Wildfluss weit verzweigt, mit unzähligen Nebenarmen, die sich nach jedem Hochwasser neu verlagerten. Auf alten Gemälden ist zu erkennen, dass der Inn – trotz der schwierigen Bedingungen – früher als rege Wasserstraße genutzt wurde. Durch die besondere Situation am Unteren Inn – breite Staubereiche, sehr hohe Schwebstofffracht – bildeten sich wertvolle „Lebensräume aus zweiter Hand“, die unter anderem einer Vielzahl von Wasservögeln zur Heimat wurden.

Das Team vom Naturium am Inn freute sich über die eingesandten Karten und Bilder aus der Region, sowie auch über die Anekdoten von abenteuerlichen Innüberquerungen und Blutegelhändlern bis zu Bunkern und Innfähren.

Beim Enkel-Großeltern-Tag in den Sommerferien stellten die junge und ältere Generation unter anderem ihre Gedanken, wie ihr persönlicher „Traumfluss“ aussehen sollte, gemeinsam kreativ dar. Als Ergebnis des Kinderferienprogramms sind unter dem Motto „früher – heute – morgen“ drei Drehscheiben zur Inn-Entwicklung Bestandteil der Wanderausstellung geworden. An einer Hörstation können Besucherinnen und Besucher spannenden Interviews lauschen – Großeltern und andere „Zeitzeugen“, die am Inn aufgewachsen sind, erzählen ihre Erlebnisse am und mit dem Fluss.

Zum Abschluss des Projekts nutzten einige der Beteiligten die Möglichkeit zum Austausch und gemeinsamen Besichtigen der Ausstellung. Claudia Schmidt, Leiterin der Umweltstation, dankte allen, die mitgemacht haben.

Die Wanderausstellung “Alles im Fluss?! - Zeitzeugen der Inn-Entwicklung” kann von Museen und öffentlichen Einrichtungen in der Region am unteren Inn kostenlos ausgeliehen werden.

 

Besuch von Umweltminister Glauber am 18.10.2021

Umweltminister Thorsten Glauber verleiht offiziell Urkunde zur Anerkennung als Umweltstation

Nachdem das Naturium am Inn im April 2021 zu einer von 60 staatlich anerkannten Umweltstationen in Bayern ernannt wurde, kam der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber im Oktober 2021 persönlich nach Ering, um der Leiterin der Umweltstation, Claudia Schmidt, offiziell die Urkunde zur Anerkennung als Umweltstation zu überreichen.

Nachdem der Umweltminister sich in die Goldenen Bücher des Landkreises Rottal-Inn und der Gemeinde Ering eingetragen hatte, machte er gemeinsam mit Landrat Michael Fahmüller und den weiteren Gästen einen Spaziergang zum Stausee Ering-Frauenstein, um selber einen Blick auf das Vogelparadies zu werfen.

Im Link zur Mediathek von Niederbayern TV findet man den Beitrag von Helmut Degenhart zum Besuch des Umweltministers in Ering.

Zur Mediathek

 

Das Naturium bei Niederbayern TV

Film über das Naturium am Inn jetzt auf Mediathek

Niederbayern TV war kürzlich zu Dreharbeiten bei uns im Naturium in Ering. Gefilmt wurde die Ausstellung in Ering und in Frauenstein. Auch die Vogelwelt auf den Verlandungszonen im Stausee sowie das neue Umgehungsgewässer und das Leben auf der Brenne waren Thema im Film.


Wer sich den Film, der am 29.8.2021 ausgestrahlt wurde, anschauen möchte, kann das jetzt in der Mediathek von Niederbayern TV unter folgendem Link:

passau.niederbayerntv.de/mediathek/video/lebenslust-gfrein-lacha-umweltstation-naturium-ering-am-inn-lkr-pa/


Es gibt auch eine Kurzversion von ca. 4-5 Minuten Länge - siehe folgenden Link:

passau.niederbayerntv.de/mediathek/video/lebenslust-umweltstation-naturium-ering-am-inn/

 

Das Naturium am Inn ist staatlich anerkannte Umweltstation

Das Naturium am Inn wird „staatlich anerkannte Umweltstation“

Tolle Nachrichten haben wir aus dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz erhalten: Das Naturium am Inn wird mit Wirkung zum 1. April 2021 als staatliche Umweltstation anerkannt! Damit sind wir die 59. Einrichtung in Bayern, die diesen Titel trägt. 

Was ist eine Umweltstation?

Staatlich anerkannte Umweltstationen sind Einrichtungen der außerschulischen Umweltbildung. Sie werden von öffentlichen oder privaten Institutionen betrieben, sind für die Allgemeinheit zugänglich und bieten ganzjährig ein hochwertiges Umweltbildungsangebot. Ziel ist es, ein räumlich ausgewogenes, flächendeckendes Netz von Umweltstationen zu errichten und auch langfristig zu sichern, um damit nachhaltig eine wohnortnahe Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Bayern zu ermöglichen.

Für die Anerkennung als Umweltstation müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden: Neben zwei Vorprojekten gehört dazu unter anderem ein umweltpädagogisches Konzept.

Was bieten wir im Rahmen der Umweltbildung an?

Zum Beispiel für Kinder und Jugendliche:

Was krabbelt und summt da in der Wiese? Wie fühlt sich Baumrinde an? Warum ziehen Vögel? Was heißt eigentlich „nachhaltig“?

Diesen und anderen Fragen wollen wir auf den Grund gehen und die Natur mit allen Sinnen erleben: Wir gehen mit den Schulklassen, Kindergarten- oder Jugendgruppen an den Unteren Inn oder kommen mit dem NaTour-Wagon direkt an die Schule. Auch in den Ferien wird’s bei uns nicht langweilig und Geburtstage kann man hier auch prima feiern.

Aber nicht nur Kinder dürfen bei uns über die Natur am Unteren Inn ins Staunen geraten, sondern auch Erwachsene. In unserem Veranstaltungsprogramm ist für jeden was dabei: Führungen und Workshops zu verschiedenen Themen. Anfragen von Gruppen – ob Betriebe, Vereine, soziale Einrichtungen oder private Gruppen – nehmen wir gerne entgegen.

Außerdem bieten wir Fortbildungen für Multiplikatoren wie Lehrer*innen oder Erzieher*innen an. Verschiedene weitere Projekte und Wechselausstellungen runden das Angebot ab.

Wir freuen uns darauf, unser Angebot zusammen mit den Menschen und Institutionen aus der Region stetig weiterzuentwickeln und die Freude an Natur und Nachhaltigkeit weiterzugeben und gemeinsam zu leben.

Weitere Infos zu unserer Umweltbildung findet Ihr hier.

 

 

50 Jahre Ramsar-Konvention

Der Feuchtgebietsschutz feiert Geburtstag

Bereits in den 1960er Jahren förderten Wasservogelzählungen einen dramatischen Rückgang an Wat- und Wasservögeln zu Tage. Grund hierfür war vor allem der Verlust von Lebensraum. Um diese Lebensräume für die darauf angewiesenen Vogelarten zu schützen, wurde am 2. Februar 1971 in der Stadt Ramsar im Iran eine internationale Vereinbarung zum Schutz von „Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung“ geschlossen.

1976 trat auch Deutschland der Ramsar-Konvention bei und meldete insgesamt 31 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung, davon sieben in Bayern. Neben Chiemsee, Ammersee und Starnberger See befinden sich darunter die Donauauen, der Lech-Donau-Winkel, der Ismaninger Speichersee und der Untere Inn zwischen Haiming und Neuhaus.

Die sogenannte „Ramsar-Konvention“ stellt damit das erste globale Naturschutzabkommen dar, dass sich den Schutz eines bestimmten Lebensraum-Typs zum Ziel setzt und war ein Wegbereiter für das Übereinkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt. Dabei gilt das Prinzip des „wise use“. Sie setzt damit nicht auf einen vollkommenen Nutzungs-Verzicht, sondern auf nachhaltige, ausgewogene Nutzung, die die natürlichen Verhältnisse im Ökosystem erhält.

Dennoch leistet die Ramsar-Konvention bis heute weit mehr als den reinen Schutz der Feuchtgebiete. Zahlreiche Zugvögel sind auf sogenannte „Trittstein-Ökosysteme“ angewiesen. Hier können sie rasten und ihre Reserven auf dem anstrengenden Zug auffüllen.

Auch das Europareservat Unterer Inn bildet mit seinen Schlickflächen und seichten Verlandungszonen in den Stauseen ein solches Trittstein-Ökosystem und wird damit alljährlich im Frühling und Herbst zur Drehscheibe im interkontinentalen Vogelzug. Darüber hinaus bieten die Schilfgürtel seltenen Vogelarten geschützte Brutplätze, so z.B. der in Bayern vom Aussterben bedrohten Zwergdommel. Auf den bewaldeten Inseln in den Stauseen brüten echte Raritäten wie die Nachtreiher. Die ruhigen Bereiche zwischen den Inseln werden von mausernden Wasservögeln als Rückzugsort genutzt und locken beispielsweise Scharen von Großen Brachvögeln an den Unteren Inn.
„Es erfüllt mich mit Stolz, dass unser Landkreis Rottal-Inn an dieser internationalen Naturschutz-Konvention beteiligt ist und unsere wunderschöne Landschaft und Tierwelt am Unteren Inn dadurch noch für viele Generationen geschützt wird“, so Landrat Michael Fahmüller.

Zahlreiche Akteure wie Wasservogel-Zähler, Bund Naturschutz, Landschaftspflegeverbände und die Zoologische Gesellschaft Braunau (um nur einige zu nennen) setzen sich vor Ort für den Wasservogelschutz am Unteren Inn ein. So bringt beispielsweise das Naturium am Inn Besuchern und Ortsansässigen den Feuchtgebietsschutz näher. Unterstützt wird es dabei von der Ramsar-Gebietsbetreuung, die auch mit den örtlichen Landnutzern im Austausch steht. „Denn nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir uns auch in den kommenden 50 Jahren über zahlreiche gefiederte Gäste aus aller Herren Länder am Unteren Inn freuen,“ so die Gebietsbetreuerin vom Unteren Inn, Andrea Bruckmeier.

Was ist los im Stausee?

Die aktuellen Vögel im Stausee

Es ist wieder Vogelzugzeit und wir können im Bereich der Stauseen am Unteren Inn wieder vielerlei Vogelarten beobachten. Jetzt zur Zeit des Frühjahrs-Vogelzuges, der noch bis etwa Ende April anhält, befinden sich gut hunderttausende Vögel auf ihrem Weg vom südlichen Winterquartier in ihre Brutgebiete im Norden Europas.

Das Europareservat Unterer Inn ist sozusagen eine Drehscheibe im interkontinentalen Vogelzug. Auf den ausgedehnten Flachwasserzonen, Sandbänken und Inseln finden durchziehende Vogelschwärme eine Gelegenheit zur Rast und Nahrungsaufnahme. Viele von ihnen ziehen weiter in Richtung Norden, einige bleiben aber auch hier um zu brüten. 

Zur Zeit halten sich folgende Vogelarten auf unseren Stauseen auf:

Blesshühner, Haubentaucher, Kiebitze, Lachmöwen und Mittelmeermöwen, Graugänse und die bunten Brandgänse, Grau- und Silberreiher sowie einige Kormorane.

Flussuferläufer und Waldwasserläufer, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen und nur in einem guten Fernrohr zu unterscheiden sind. Besonderheiten wie die Gänsesäger, Eisvögel und Löffelenten gibt es auch zu sehen. Der Seeadler schaut nach Beute aus. Wir hoffen sehr, dass er wieder hier in seinem Adlerhorst brütet. 

Verschiedenste Entenarten haben wir auch schon gesehen: Stock-, Schnatter-, Spieß-, Krick-, Knäk-, Pfeif- und Reiherenten sowie Schellenten tummeln sich in den Stauseen.

Bei unseren sonntäglichen Führungen geht die Biologin mit den Teilnehmern auf den Inndamm um zu schauen, welche Vögel gerade anwesend sind und man erfährt viel Interessantes zum Thema Vogelzug. 
So z. B. warum man früher dachte, im Winter würden Vögel sich in Mäuse verwandeln…

 

BLOG

Ramadama – Müllsammelaktion in der Eringer Au

Ramadama in der Eringer Au

Im Februar hatte das Naturium zusammen mit Andrea Bruckmeier von der Gebietsbetreuung Unterer Inn zum „Ramadama“ in der Eringer Au aufgerufen.

Bewaffnet mit Eimern, Gummihandschuhen und Greifzangen machte sich dann eine starke Truppe, bestehend aus Mitgliedern der Eringer Jägerschaft, Naturium-Guides und weiteren fleißigen Helfern auf den Weg, die Eringer Au von herumliegendem Unrat zu befreien.

In Gruppen aufgeteilt nahmen wir uns den Inndamm und das Umgehungsgewässer, den Naturerlebnisweg, den Bereich im Unterstau und den Biotop-Acker in Eglsee vor. Es kam so eine hübsch große Menge an Müll bei der Aufräumaktion zusammen: wahrlich traurig anzuschauen.

Wir danken allen Helfern für ihr Engagement, uns bei der Aktion zu unterstützen und würden uns freuen, wenn alle beim nächsten Mal wieder dabei sind. So groß die Freude über die vielen Helfer und das Ergebnis war, so nachdenklich stimmt es, dass so viel Müll achtlos in der Umwelt entsorgt wird. 
 

Ein Hauch von Frühling – die Natur erwacht

Sonnenschein, Temperaturen schon an 20 Grad Celsius – Vögel zwitschern überall.

Der Frühling ist angekommen.

Die Meisen singen bereits seit Tagen ihre Hochzeitslieder. Blaumeise, Kohl-, Sumpf- und Weidenmeise, fliegen und hüpfen zwitschernd in den Ästen alter Obstbäume herum und suchen nach Nahrung in den Zwischenräumen der borkigen Rinde und auch nach Material um ihre Nester auszupolstern. In der Eringer Au konnte man auch Schwanzmeisen beobachten. Das Rotkehlchen singt überall sein Lied und auch die Rotschwänzchen sind aus Afrika zurück und bauen fleißig an ihren Nestern.

Kiebitze sind überall im Landkreis auf der Suche nach ihren angestammten Feldern und Wiesen. Mit ihrer kunstvollen Flugakrobatik und ihrem charakteristischen: „kju witt!“ kann man sie gar nicht übersehen. Die Lachmöwen auf dem Stausee Ering/Frauenstein verhandeln über ihre Nistplätze. Auch die Bad Birnbacher Weißstörche sind zurück, putzen ihren Horst und bereiten ihn für die Brut vor.

Amseln, Drosseln und Stare sind überall weithin zu hören. Der Buchfink schmettert seine Strophen hinaus und die Spatzen pfeifen es von den Dächern… Es ist Frühling!

 

NaTour-Wagon in Aktion bei den Grundschulen in Kirchham und Aigen

 

Der NaTour-Wagon, unsere mobile Umweltstation, machte Station in Kirchham und Aigen. Die 1. bis 4. Jahrgangsstufen der Grundschulen Kirchham und Aigen hatten gemeinsam mit ihren Lehrer*innen jeweils eine ganze Woche Spiel und Spaß mit den Umweltbildungs-Materialien des NaTour-Wagon und dem Umweltbildungs-Team des Naturium am Inn.

Die Schüler*innen waren mit Begeisterung dabei, die Umweltbildungs-Themen Auwald, Wiese und Vogelzug kennenzulernen. Wie schaut der Inn eigentlich genau aus? Welche Lebensräume bietet er Tieren und Pflanzen? Viele Fragen wurden mit dem Fluss-Modell, Tier- und Pflanzen-Fotos und Vogel-Präparaten erarbeitet. Sie lernten „ihren“ Zugvogel anhand eines Präparates und eines Steckbriefes kennen und stellten ihn dann den anderen Mitschüler*innen vor.

In drei Gruppen, als „Gänsesäger“, „Amsel“ und „Neuntöter“ und einer Wäscheklammer als Schnabel erkannten die Kinder spielerisch, dass Vögel aufgrund des fehlenden Nahrungsangebotes im Winter, lange Strecken zurücklegen müssen, um in ihre Winterquartiere zu gelangen. Mithilfe des Prinzips „Trittstein“ lernten die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig die sogenannten Biotopbrücken als Raststationen für Zugvögel sind, um auf ihrem langen Weg in den Süden und zurück, Ruhepausen einlegen und wieder zu Kräften kommen zu können. Solche Raststationen sind zum Beispiel die Stauseen am Unteren Inn.

Zum Thema Wiese hatten die Umweltbildungs-Referentinnen einen großen Strauß verschiedener Blühpflanzen mitgebracht um den Kindern die Artenvielfalt auf natürlichen Wildblumenwiesen anschaulich zu machen. Es gibt sehr unterschiedliche, aber auch sehr ähnliche Pflanzen. Anhand von unterschiedlich langen Pipetten stellten die Kinder fest, dass es für die unterschiedlichen Blütenformen die passenden Trinkrüssel bei verschiedenen Insekten gibt. Denn manche nektarliebenden Insekten sind auf bestimmte 

Pflanzen spezialisiert. Existiert die Pflanze nicht mehr, stirbt der Schmetterling oder die Biene. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass alle Schmetterlinge, Bienen und auch Fliegen wichtige Bestäuber sind.

In diesen zwei Wochen mit dem NaTour-Wagon an ihren Schulen, erfuhren die Kinder Spannendes über die Welt der Tiere und Pflanzen und damit wichtige Zusammenhänge in der Natur. Das Team des Naturium hat sich sozusagen „tierisch“ über die gemeinsame Umweltbildungs-Aktion mit den Schüler*innen gefreut.

Mit dem "NaTour-Wagon" bringt die Umweltstation des Naturium am Inn das Europareservat direkt in die Schulen. So lernen die Kinder auf spielerische Weise ihre heimische Natur kennen.

Mit einem ausreichend starken Fahrzeug kann der NaTour-Wagon wie ein normaler Anhänger transportiert werden. Weitere Informationen gibt es im Naturium in Ering unter naturium@rottal-inn.de oder Telefon 08573-1360.

Sommerferien-Programm der Gemeinde Ering-Stubenberg im Naturium am Inn

Gestalten mit Erdfarben und Innsand

War das eine tolle Aktion! 12 Kinder aus der Umgebung von Ering waren am Samstag im Naturium um zu entdecken, dass man mit Erde Bilder malen kann.

Jedes Kind hatte eine Handvoll Erde von seinem Lieblingsplatz mitgebracht. Und da so aus jedem Winkel Erings Erde herbei kam, sahen wir, dass die Erde überall anders ausschaut. Erde ist nämlich nicht nur braun. Sie kann hell- und dunkelbraun sein, oder Rottöne haben, oder einen grünen Ton. So entstehen viele Farbvarianten. Die Umweltbildungs-Referentin Angela hat zudem auch ihre Erden mitgebracht. Dabei waren außerdem Ziegel, Kohle und Kreide.

Zunächst mussten die Erden mit einem Stein auf einem Brettchen zerstoßen werden. Um weitere Feinheit zu erlangen kam dies in einen Mörser und wurde ganz fein gemörsert. Da das aber noch nicht reichte, hat man dieses feine Material nochmal gesiebt und heraus kam ein feines Pulver.

Dieses Pulver enthielt nun die Farbpigmente der jeweiligen Erden. Damit die Erden auch auf dem Papier oder Karton gut hielten, wurden die Farben mit Wasser verdünntem Tapetenkleister vermischt. Wenn man Sand auf den Karton gestreut hat konnte man diesen auch farbig bemalen.

So zauberten die Kinder viele schöne bunte Gemälde, die sie ihren Eltern dann beim Abholen stolz präsentierten. Was sie außer ihren tollen Bildern mit nach Hause nahmen, war das Wissen darüber, wie Menschen in früheren Zeiten Farben herstellten und wie sie nun auch Naturfarben ganz leicht selber machen können.

Ein weiteres Ferienprogramm am Naturium findet am Donnerstag, den 8. 9., von 9-12 Uhr, zum Thema "Vogelzug" statt. Die Gebietsbetreuerin Andrea Bruckmeier geht mit Euch zum Inndamm hinauf und zeigt Euch durch ein Fernrohr die Zugvögel, die auf den Sandbänken im Stausee rasten. Mit Spiel und Spaß und einer Brotzeit werdet Ihr einen interessanten Vormittag erleben. Die Anmeldung muss über die Webseite der Gemeinde Ering erfolgen.

 

Der NaTour-Wagon auf dem Schulhof

Der NaTour-Wagon machte Station auf dem Schulhof der Grundschule Wittibreut

Im Rahmen einer "Klimawoche" engagierten sich die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Wittibreut für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dazu passend holten sie sich für einige Tage den "NaTour-Wagon" auf ihren Schulhof. Die mobile Umweltstation des Naturium am Inn ist ausgestattet mit vielen spannenden Umweltbildungsmaterialien und wird begleitet von unserem Umweltbildungs-Team des Naturium am Inn.

Anhand eines Fluss-Modells erfuhren die Kinder, wie der Inn sich durch die Landschaft schlängelt. Wie ist das bei so einem Fluss? Wie sehen seine Ufer aus und welche Pflanzen wachsen hier? Die SchülerInnen bauten den Inn so nach wie er früher aussah, als er noch nicht begradigt war, und wie sein Lauf heute, unterbrochen von den Wasserkraftwerken, ausschaut. Mit viel Interesse und Eifer erkundeten die Kinder das Leben im Auwald und auf der Wiese und der Brenne sowie die Vögel auf den Sandbänken in den Stauseen des Inn und verstanden so auch, warum sich viele Vögel auf den langen Zug in ihre Winterquartiere begeben.

Mit dem "NaTour-Wagon" bringt die Umweltstation des Naturium am Inn das Europareservat direkt in die Schulen. So lernen die Kinder auf spielerische Weise ihre heimische Natur kennen.

Mit einem ausreichend starken Fahrzeug kann der NaTour-Wagon wie ein normaler Anhänger transportiert werden. Weitere Informationen gibt es im Naturium in Ering unter naturium@rottal-inn.de oder Telefon 08573-1360.

Mehr Fotos von den Umweltbildungstagen mit dem NaTour-Wagon in der Grundschule Wittibreut findet man auf der Homepage der Schule:

https://www.gs-wittibreut.de/fotos-2021-22/na-tour-wagen/

 

Ausbildung ehrenamtlicher Naturium-Guides im Jahr 2021

Ehrenamtliche NaturführerInnen unterstützen das Naturium am Inn

Im Frühjahr 2021 startete das Naturium am Inn erstmals mit der Suche nach Naturbegeisterten, die sich gerne als ehrenamtliche Naturführer für das Europareservat Unterer Inn engagieren wollten. Etwas Sinnvolles tun und dabei draußen in der Natur sein, neue Menschen kennenlernen, das eigene Wissen erweitern und Freude daran haben, die eigene Naturbegeisterung an andere weiterzugeben, das sollten die Bewerber mitbringen. Wir waren überrascht, wie viele Bewerbungen bei uns ankamen. Leider konnten wir nur eine begrenzte Anzahl an Bewerbern annehmen.

Rund 15 Tage, verteilt auf mehrere Wochenenden, waren die angehenden Naturführer in Ausbildungsinhalte eingespannt, wie z.B. Landschaftsgeschichte, Renaturierungsmaßnahmen, Grundlagen zur Umweltbildung und Führungsdidaktik. Rechtliche Fragestellungen wurden erörtert und ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Bei Exkursionen mit den Experten u.a. von der Zoologischen Gesellschaft Braunau oder auch mit den Planern des neuen Umgehungsgewässers am Kraftwerk Ering-Frauenstein, mit Ornithologen, dem Amphibien- und Reptilienbeauftragten und Geologen wurden Details über unsere Tier- und Pflanzenwelt am Unteren Inn vermittelt.

Eine Fülle an Wissen wurde in dieser Zeit erlernt, um zukünftig den Besuchern des Europareservats Unterer Inn die Besonderheiten unserer Region, deren Vielfalt und Schönheit näherzubringen und noch mehr Menschen für die Natur am Unteren Inn zu begeistern.

Bei einer Abschlussfeier im Schloss Frauenstein erhielt jeder Absolvent von Landrat Michael Fahmüller ein Zertifikat ausgehändigt sowie ein kleines Präsent als Dankeschön für ihr Engagement, überreicht vom 

 

 

Bürgermeister der Gemeinde Mining, Josef Zechmeister und von Claudia Schmidt, Leiterin der Umweltstation am Naturium.

Die frisch gebackenen „Naturium-Guides“, wie ihr Name nun lautet, werden künftig das Naturium bei Führungen für Einheimische und Touristen sowie bei Naturerlebnistagen für Schulklassen und weiteren Veranstaltungen unterstützen.

Das Naturium am Inn freut sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern und wünscht allen Naturium-Guides spannende Führungen sowie viele interessante Begegnungen und Gespräche mit den Teilnehmern.

 

Artenvielfalt am Unteren Inn

Reges Treiben auf den Verlandungszonen

Lachmöwen im Stausee Ering-Frauenstein

Mindestens 1000 Lachmöwen halten sich zur Zeit auf den Verlandungszonen im Stausee am Kraftwerk Ering/Frauenstein auf. Das Brutgeschäft läuft auf Hochtouren.

Bei der Gelegenheit haben wir ein kleines Video von dem "Gewimmel" auf der Sandbank gemacht. Die Biologin Dr. Beate Brunninger erklärt dazu etwas.

Insekten-Arten auf dem "Biotopacker" bei Eglsee/Ering

Am 22. Mai, dem „Internationalen Tag der Artenvielfalt“ hat sich das Naturium-Team zusammen mit Walter Sage, vom Bund Naturschutz Kreisgruppe Rottal-Inn und der Zoologischen Gesellschaft Braunau, auf den Weg zum Biotopacker nach Eglsee gemacht um Insektenarten zu zählen.

Der Biotopacker war vor etwa 20 Jahren noch ein Maisfeld, das im Zuge seiner Renaturierung in eine reich strukturierte ca. 20 ha große Fläche umgewandelt wurde. Auwald, trockenwarme bis feuchte Wiesen, Tümpel, Sickergraben und Inndamm bieten einer Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Viele Raritäten wurden hier bereits gefunden.

Es war schon erstaunlich, was wir in eineinhalb Stunden alles zu Gesicht bekamen. Trotzdem: es waren weniger Insekten zu finden, als im letzten Jahr – und das nicht nur wegen der feuchten Witterung. Die Artenzahlen sind deutlich rückläufig.

Insgesamt gut 35 Insektenarten kamen zusammen.

Schmetterlingsarten:
Grünader-Weißling, Aurorafalter, viele Idas-Bläulinge, einige vom Gemeinen Bläuling, Braune Tageule, Heidespanner, viele Fliegen-Sackträger. Von solch einem fanden wir sogar eine aus kleinen trockenen Grasteilchen und Steinchen zusammengebaute Puppe, der sogenannte „Raupensack“, in dem die Larve geschützt ihre Entwicklungsstadien durchläuft, damit aber mobil ist und sich Nahrung suchen kann, die aus abgestorbenen Pflanzenteilen besteht. Weiterhin sahen wir einen Schmuck-Kleinspanner, das Weibchen eines Kurzschwänzigen Bläulings und ein Tagpfauenauge.

Käferarten:
Dünen-Sandlaufkäfer (von ihnen viele – aber keinen einzigen Deutschen Sandlaufkäfer), Gemeinen Weichkäfer, Rotbauchiger Laubschnellkäfer, Mausgrauer Schnellkäfer, Gemeiner Pillenkäfer, Gartenlaufkäfer, Trauer-Rosenkäfer, Ameisenblattkäfer, Johanniskraut-Blattkäfer, Glänzender Blütenprachtkäfer (einige), Stachelkäfer.

Libellen: die Frühe Adonislibelle und die Hufeisen-Azurjungfer.

Wildbienen: Sandbiene, Furchenbiene, Schmalbiene, Blutbiene, Ackerhummel, Steinhummel, Erdhummel.

Dann waren da noch: eine Heuschrecken-Nymphe, eine männliche und weibliche Springspinne, zwei Wiesenschnaken bei der Paarung, rote und schwarze Ameisen und Blutzikaden.

Ein interessantes Insekt

Der Fliegensackträger

Video: Der Fliegensackträger - © Naturium






Am „Internationalen Tag der Artenvielfalt“ machte uns Walter Sage, von der Zoologischen Gesellschaft Braunau und dem BN Kreisgruppe Rottal-Inn, auf dieses kleine schwarze Insekt aufmerksam. Dieser kleine schwarze Falter flatterte zwischen den Gräsern und Wildpflanzen umher und wollte für ein Foto einfach nicht stillhalten. So machten wir eine kleine Filmaufnahme davon. Der Fliegensackträger ist ein Schmetterling, der sich eben besonders gerne auf sonnigen Wiesen mit sandigen Böden und lichten Baumbeständen aufhält, also hier auf dem Biotopacker bei Eglsee genau richtig.

Dieser kleine schwarze Schmetterling kann einem fast leid tun, denn er kann keine Nahrung aufnehmen da er stark verkümmerte Mundteile hat. Nur die Raupe frisst, und sie ernährt sich von vielen verschiedenen Pflanzen: z.B. Wiesensalbei, Spitzwegerich, Brombeeren, usw. Als Sackträger wird er bezeichnet, weil die Raupe sich aus kleinen Pflanzenteilen und Sand ein Gespinst zusammenklebt, das als Sack bezeichnet wird. Mit dem Hinterleib darin zieht sie es auf der Nahrungssuche hinter sich her. Hierdrin häutet und verpuppt sie sich. Nach dem Schlüpfen sucht das Männchen sogleich ein Weibchen auf um sich zu verpaaren. Die Weibchen bleiben flügellos und leben nur wenige Tage. Das Männchen lebt nur wenige Stunden. So führt dieser kleine schwarze Falter ein recht kurzes, dafür aber sehr aktives Leben. Umso schöner, dass wir ihn entdeckt haben und in unserem Filmchen zeigen können.

Der Bläuling am Tag der Artenvielfalt

Am 22. 5., dem internationalen Tag der Artenvielfalt, auf dem Biotopacker in Eglsee, einem vor ca. 20 Jahren naturierten Maisacker, präsentierten sich freudigerweise Bläulinge in größerer Zahl. Vor allem der Idas-Bläuling gab sich die Ehre. Auch einige Exemplare des Gemeinen Bläulings waren unterwegs.

Diese wunderschönen meist himmelblauen Schmetterlinge haben eine Flügelspannweite von etwa 20-35 mm. Es gibt 48 Arten in Deutschland. Ihre Färbung reicht von Blau, Braun und Rot bis Grün und Grau. Bei u.a. Idas-Bläuling, Hauhechel-Bläuling, Wiesenknopf-Ameisenbläuling sind die Flügeloberseiten bei den Männchen blau. An den Flügelunterseiten kann man die Arten unterscheiden. Bei den Weibchen sind die Flügeloberseiten braun.

Die Flugzeit der Schmetterlinge reicht von Ende April bis August, die Raupenzeit von September bis April. Sie bevorzugen eine offene Landschaft mit Ruderalflächen aber auch extensive Feuchtwiesen oder Streuobstwiesen

Sie mögen verschiedene Kleearten, Hauhechel, Disteln oder bspw. Wasserdost. Auf dem Biotopacker findet man sie häufig dort, wo der Hornklee blüht. Dort legen sie auch ihre Eier ab. Die Raupen des Ameisenbläuling z.B. ziehen in Ameisennester und ernähren sich von Eiern und Puppen. Als Raupe überwintert der Bläuling auch.

Früher ausgesprochen häufig, ist der Bläuling heute wegen intensiver Wiesennutzung aus vielen Gebieten verschwunden.

 

Himmelblaue Schmetterlinge auf dem Biotopacker in Eglsee

 

Video: Idas-Bläuling - © Naturium

Arten retten:

Zum Beispiel die Steinhummel

Video: Die Steinhummel - © Naturium






Neben einigen Hummelarten, die wir am Tag der Artenvielfalt auf dem Biotopacker in Eglsee entdecken konnten, faszinierte uns die Steinhummel besonders. Unermüdlich flog sie von Blüte zu Blüte um Nektar zu sammeln. Hier vollführte sie wahre Kunstflugübungen um nicht mitsamt den Blüten, wie hier beim Hornklee, am Boden zu landen. Der Pollen blieb dabei an ihrem Pelz haften und Blüte um Blüte wurde so befruchtet. Eine wichtige Befruchtungsarbeit, die jede Hummel und jedes andere nektarliebende Insekt leistet. Ohne diese Insekten gibt es keine Wildblumen-Blütenpracht mehr. Auch keine Beeren und Früchte und keine Samen mehr, um diese wichtigen Pflanzen weiterhin in unserer Natur erleben zu können.

Man erkennt die Steinhummel an ihrem schwarzen Pelz und dem leuchtend roten Hinterteil. Sie nistet unter Steinhaufen und Mauern, daher ihr Name. Aber sie ist da flexibel: bezieht auch verlassene Mäuse- und Vogelnester oder Strohhaufen. Sie bevorzugen den Nektar von Klee-Arten, Taubnessel, Kriechendem Günsel und Vogel-Wicke. Aber auch an Obstblüten nascht sie gerne.

Steinhummeln sind äußerst friedfertige Brummer, sie stechen so gut wie nie. Findet man eine erschöpfte Hummel, kann man ihr im Notfall mit etwas Zuckerwasser gefahrlos ein wenig helfen, wieder zu Kräften zu kommen. Wichtig ist: niemals Honig geben! Dieser kann zu Erkrankungen des einzelnen Insekts sowie auch des ganzen Hummelstaats führen.

Am besten hilft man Hummeln, Bienen und Schmetterlingen aber, indem man heimische Sträucher und Blühpflanzen in seinen Garten setzt und Wildkräuter in wenigstens einer Ecke des Gartens gewähren lässt. So kann zu jeder Zeit im Jahr Nektarnahrung zur Verfügung stehen. Damit retten wir nicht nur Insekten, sondern auch unsere heimischen Singvögel, die jedes Jahr immer weniger Insektenfutter zur Aufzucht ihrer Küken finden. Es macht nicht mehr Aufwand, unserer Natur etwas Gutes zu tun, aber es ist so wichtig etwas zu tun.

Froschkonzert in Ering

Froschkonzert am Naturium in Ering

Seit der Frühling Einzug gehalten hat, ist auch das Leben im Teich des Naturium erwacht. Einer nach dem anderen hat Quartier bezogen. Nun ist die WG bereits gut besetzt. Insgesamt fünf Seefrösche haben wir gezählt. Und das Leben im Teich ist bunt. Von Hellgrün über Braun nach Dunkelgrün. Und sogar Quietschegrün - das ist der Laubfrosch.

Die Seefrösche geben ihr alltägliches Konzert. Wunderschön - und dabei sogar gratis. Sie rivalisieren um die schönsten Plätze auf den Wasserpflanzen im Teich, die zunächst noch spärlich erste Triebe bilden, aber hoffentlich schon bald den Fröschen gute Versteckmöglichkeiten bieten.

Auch eine junge Ringelnatter haben wir entdeckt. Dann hat es Mutter Ringelnatter im letzten Jahr wohl so gut bei uns gefallen, dass sie gleich in die Familienplanung gegangen ist.

So gefällt es auch uns: Wir haben einfache Grundbedingungen geschaffen und die Natur hat sie gerne angenommen.

 

Froschkonzert

Ein kurzes Filmchen von den Fröschen in unserem Teich.

Wie helfe ich Wildbienen am besten über den Winter?

Folgende Maßnahmen sind leicht umzusetzen und helfen dabei, die Population von Wildbienen und anderen wichtigen Insekten auch für das folgende Jahr zu sichern. Denn auch unsere Singvögel und ihre Bruten sind im Frühjahr davon abhängig!

  • Ein Insektenhotel aufstellen
  • Offene Bodenstellen zulassen, Sandflächen schaffen
  • Altholz, Pflanzenstängel und andere oberirdische Hohlräume im Garten belassen
  • Stauden und Gehölze erst im Mai zurückschneiden
  • Wiesen erst im Juni mähen
  • Trockenmauer, Kräuterspirale oder Steinhaufen sind ebenfalls beliebte Winterquartiere
  • Blumenzwiebeln von Winterlingen, Schneeglöckchen, Krokussen u.a. setzen

 

VON DER SANDBANK ZUM AUWALD - Teil 3

Es entwickelt sich Baumbestand


Bereits nach wenigen Jahren gedeihen die ersten Bäume auf den jungen Inseln in den Staubereichen des Inn. Es sind Silberweiden, die dicht an dicht wachsen und mit der Zeit das Schilf zurückdrängen. Eine Weichholzaue entsteht - Lebensraum für Singvögel wie Blaukehlchen, Beutelmeise und Pirol.
Je älter die Inseln werden, umso mehr nimmt die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten zu. Auch der Biber, der in den 1970er Jahren nach seiner Ausrottung hier wieder angesiedelt wurde, trägt als Lebensraumgestalter dazu bei. Es gedeihen Erlen und Traubenkirschen. Nach Jahrzehnten ist der Waldboden im Frühjahr übersät mit Lerchensporn, Buschwindröschen und anderen Blumen. Ein artenreicher Auwald ist entstanden.
Die Auwälder auf den Inseln am Unteren Inn stehen unter Naturschutz. Von daher entwickelt sich die Natur dort ohne Eingriff des Menschen wie in einem Urwald. Die beste Voraussetzung für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.

VON DER SANDBANK ZUM AUWALD - Teil 2

Die ersten Pflanzen keimen


Sobald die Verlandungszonen und Sandbänke in den Stauseen des Inn so hoch werden, dass sie im Sommer nicht mehr ständig unter Wasser stehen, beginnen bunt blühende sogenannte Pionierpflanzen wie z.B. Blutweiderich und Zweizahn mit der Erstbesiedelung der jungen Inseln.
Für Lachmöwen, verschiedene Entenarten und auch andere Vögel sind diese Flächen begehrte Brutplätze.
Sehr bald schon wird die Pioniervegetation auf den Inseln durch Schilf abgelöst. So entstehen ausgedehnte Schilfflächen. Diese bilden mit dichtem Bewuchs einen schützenden Lebensraum für so seltene Vogelarten wie z.B. die Große Rohrdommel oder den Drosselrohrsänger.

VON DER SANDBANK ZUM AUWALD - Teil 1


Wie entstehen die Sandbänke im Stausee?


Noch im 18. Jahrhundert war der Inn ein wilder Fluss mit einem weit verzweigten System von Nebenarmen und Überflutungsflächen. Um 1900 begann man damit, ihn zu begradigen und zu kanalisieren. Durch den beginnenden Bau von Wasserkraftwerken ab 1923 entstand schließlich eine Kette breiter Stauseen.
Als alpiner Fluss führt der Inn gewaltige Mengen an Sand und Feinsedimenten aus den Bergen mit sich. Dieser Gesteinsabrieb bildet in den Stauseen mit der Zeit ausgedehnte Flachwasserzonen und Sandbänke. Tausende Wasservögel finden dadurch Nahrungs- und Rastplätze, die sie während der Zeit des Vogelzuges aufsuchen. Hier finden sie Nahrung in Form von bspw. Schlammröhrenwürmern und Insektenlarven, die sie mit ihren zum Teil recht langen Schnäbeln aus dem Sand herausziehen können.
Der Teil des Unteren Inn, der sich von der Salzachmündung bei Haiming bis zur Mündung der Rott bei Neuhaus/Schärding auf ca. 55 Flußkilometer erstreckt, wurde als international bedeutendes und schützenswertes Feuchtgebiet 1976 in die Ramsargebiets-Konvention aufgenommen und bekam 1979 vom Europarat das Prädikat „Europareservat“ verliehen.

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