Aktuelles

Was tut sich im Naturium am Inn? Hier erfahren Sie Aktuelles zu unseren Veranstaltungen und Projekten sowie zur Tier- und Pflanzenwelt im Unteren Inntal.

Aktuelles vom Unteren Inn

Das Kraftwerk Ering-Frauenstein vom österreichischen Inndamm aus gesehen. (Foto: Claudia Schmidt)
Das Kraftwerk Ering-Frauenstein vom österreichischen Inndamm aus gesehen. (Foto: Claudia Schmidt)

Geschichte des Unteren Inn

08.10.2022

Führung mit Michaela Bachleitner, Naturium-Guide

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Der Inn im Herbst (Foto: Claudia Schmidt)
Der Inn im Herbst (Foto: Claudia Schmidt)

Herbst-Vogelzug an den Stauseen des Unteren Inn

09.10.2022

Sonntagsführung mit Biologin Dr. Beate Brunninger, Naturium am Inn

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Nistkastenbau (Foto: pixabay)
Nistkastenbau (Foto: pixabay)

Vogelnistkasten bauen

15.10.2022

Workshop mit Patrick Weikenkas, Naturium-Guide

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Der Inn im Herbst (Foto: Claudia Schmidt)
Der Inn im Herbst (Foto: Claudia Schmidt)

Herbst-Vogelzug an den Stauseen des Unteren Inn

16.10.2022

Sonntagsführung mit Biologin Dr. Beate Brunninger, Naturium am Inn

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Geologische Formationen in Kirn (Foto: Isolde Ulbig)
Geologische Formationen in Kirn (Foto: Isolde Ulbig)

Geologische Exkursion

22.10.2022

Führung mit Dr. Albert und Isolde Ulbig, Naturium-Guides, Zoologische Gesellschaft Braunau

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Der Inn im Herbst (Foto: Claudia Schmidt)
Der Inn im Herbst (Foto: Claudia Schmidt)

Herbst-Vogelzug an den Stauseen des Unteren Inn

23.10.2022

Sonntagsführung mit Biologin Dr. Beate Brunninger, Naturium am Inn

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Der Inn im Herbst (Foto: Claudia Schmidt)
Der Inn im Herbst (Foto: Claudia Schmidt)

Herbst-Vogelzug an den Stauseen des Unteren Inn

30.10.2022

Sonntagsführung mit Biologin Dr. Beate Brunninger, Naturium am Inn

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Blaumeise und Amsel suchen Futter (Foto: Regina Krieger)
Blaumeise und Amsel suchen Futter (Foto: Regina Krieger)

Herbstferienprogramm: Vogelfutter-Station bauen

05.11.2022

Workshop mit Patrick Weikenkas, Naturium-Guide

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Silberreiher (Foto: Andrea Bruckmeier)
Silberreiher (Foto: Andrea Bruckmeier)

Gefiederte Wintergäste an den Innstauseen

06.11.2022

Sonntagsführung um 13 Uhr mit Biologin Dr. Beate Brunninger, Naturium am Inn

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Silberreiher (Foto: Andrea Bruckmeier)
Silberreiher (Foto: Andrea Bruckmeier)

Gefiederte Wintergäste an den Innstauseen

13.11.2022

Sonntagsführung um 13 Uhr mit Biologin Dr. Beate Brunninger, Naturium am Inn

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Silberreiher (Foto: Andrea Bruckmeier)
Silberreiher (Foto: Andrea Bruckmeier)

Gefiederte Wintergäste an den Innstauseen

20.11.2022

Sonntagsführung um 13 Uhr mit Biologin Dr. Beate Brunninger, Naturium am Inn

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Silberreiher (Foto: Andrea Bruckmeier)
Silberreiher (Foto: Andrea Bruckmeier)

Gefiederte Wintergäste an den Innstauseen

27.11.2022

Sonntagsführung um 13 Uhr mit Biologin Dr. Beate Brunninger, Naturium am Inn

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Unsere Wanderausstellung geht auf Reisen!

Wir verleihen unsere Wanderausstellung zur Geschichte des Inn kostenlos

Wanderausstellung

„Alles im Fluss?! - Zeitzeugen der Inn-Entwicklung“

In Zusammenarbeit mit Menschen aus der Region - von Jung bis Alt - hat die Umweltstation Naturium am Inn im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderten Projekts "Zeitzeugen der Inn-Entwicklung" eine sehenswerte Ausstellung zur Geschichte des Unteren Inn zusammengestellt. Auf interaktiven Drehscheiben, Roll-Ups und mittels einer Audio-Station finden sich interessante Geschichten, Daten und Bilder sowie kreative Darstellungen zum Thema Inn. Bis zum heutigen Tag ist die Ausstellung im Naturium am Inn in Ering ausgestellt. Sie kann ab sofort kostenlos ausgeliehen werden.

Infos gibt es im Naturium per E-Mail an naturium@rottal-inn.de oder telefonisch über 0049 (0)8573 1360.

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen!

Neuigkeiten aus dem Naturium am Inn

Sommerferien-Programm der Gemeinde Ering-Stubenberg im Naturium am Inn

Gestalten mit Erdfarben und Innsand

War das eine tolle Aktion! 12 Kinder aus der Umgebung von Ering waren am Samstag im Naturium um zu entdecken, dass man mit Erde Bilder malen kann.

Jedes Kind hatte eine Handvoll Erde von seinem Lieblingsplatz mitgebracht. Und da so aus jedem Winkel Erings Erde herbei kam, sahen wir, dass die Erde überall anders ausschaut. Erde ist nämlich nicht nur braun. Sie kann hell- und dunkelbraun sein, oder Rottöne haben, oder einen grünen Ton. So entstehen viele Farbvarianten. Die Umweltbildungs-Referentin Angela hat zudem auch ihre Erden mitgebracht. Dabei waren außerdem Ziegel, Kohle und Kreide.

Zunächst mussten die Erden mit einem Stein auf einem Brettchen zerstoßen werden. Um weitere Feinheit zu erlangen kam dies in einen Mörser und wurde ganz fein gemörsert. Da das aber noch nicht reichte, hat man dieses feine Material nochmal gesiebt und heraus kam ein feines Pulver.

Dieses Pulver enthielt nun die Farbpigmente der jeweiligen Erden. Damit die Erden auch auf dem Papier oder Karton gut hielten, wurden die Farben mit Wasser verdünntem Tapetenkleister vermischt. Wenn man Sand auf den Karton gestreut hat konnte man diesen auch farbig bemalen.

So zauberten die Kinder viele schöne bunte Gemälde, die sie ihren Eltern dann beim Abholen stolz präsentierten. Was sie außer ihren tollen Bildern mit nach Hause nahmen, war das Wissen darüber, wie Menschen in früheren Zeiten Farben herstellten und wie sie nun auch Naturfarben ganz leicht selber machen können.

Ein weiteres Ferienprogramm am Naturium findet am Donnerstag, den 8. 9., von 9-12 Uhr, zum Thema "Vogelzug" statt. Die Gebietsbetreuerin Andrea Bruckmeier geht mit Euch zum Inndamm hinauf und zeigt Euch durch ein Fernrohr die Zugvögel, die auf den Sandbänken im Stausee rasten. Mit Spiel und Spaß und einer Brotzeit werdet Ihr einen interessanten Vormittag erleben. Die Anmeldung muss über die Webseite der Gemeinde Ering erfolgen.

4. Familienfest des Landkreises Rottal-Inn

Das Naturium war mit dem NaTour-Wagon dabei

Beim 4. Familienfest des Landkreises Rottal-Inn auf der Trabrennbahn in Pfarrkirchen war dieses Jahr erstmalig unsere mobile Umweltstation "NaTour-Wagon" dabei.

Vom anfangs etwas kühlen Wetter wollte sich niemand abschrecken lassen, und so waren viele interessierte Besucher da. Eine Vogelausstellung im NaTour-Wagon wartete mit Präparaten verschiedenster Vögel der Lebensräume am Unteren Inn auf. Hier konnte man sein Wissen auf die Probe stellen: "Wer bin ich? Wo wohne ich? Was fresse ich?" waren einige der Fragen rund um die Vogelwelt der Innstauseen.

Kreative Mitmachaktionen lockten die Kinder an unseren Stand. Verschiedene Vorlagen für Vogelfüße in Moosgummi lagen zum Ausschneiden bereit. Und somit konnte sich jeder einen eigenen Vogelfuß-Stempel basteln. Anschließend wurden die Stempel natürlich gleich ausprobiert: Mit Wasserfarben gestalteten die Kinder bunte Postkarten und Lesezeichen mit den Spuren von Spatz, Krähe oder Ente. Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Eine kleine Mutprobe war für so manchen Besucher die Fühlstation. Aber wir waren so nett und haben weder Nacktschnecken noch Schlangen in die Fühlboxen gesperrt. Nur ein leeres Haus einer Weinbergschnecke war dabei. Zu erfühlen waren außerdem Kiefernzapfen, glatte Inn-Kiesel und weiches Moos.

Das Familienfest war in diesem Jahr gleichzeitig für den Landkreis Anlass, sein 50-jähriges Bestehen gemeinsam mit den Bürgern zu feiern, wozu auch wir herzlich gratulieren!

NaTour-Wagon in Aktion bei den Grundschulen in Kirchham und Aigen

Der NaTour-Wagon, unsere mobile Umweltstation, machte Station in Kirchham und Aigen. Die 1. bis 4. Jahrgangsstufen der Grundschulen Kirchham und Aigen hatten gemeinsam mit ihren Lehrer*innen jeweils eine ganze Woche Spiel und Spaß mit den Umweltbildungs-Materialien des NaTour-Wagon und dem Umweltbildungs-Team des Naturium am Inn.

Die Schüler*innen waren mit Begeisterung dabei, die Umweltbildungs-Themen Auwald, Wiese und Vogelzug kennenzulernen. Wie schaut der Inn eigentlich genau aus? Welche Lebensräume bietet er Tieren und Pflanzen? Viele Fragen wurden mit dem Fluss-Modell, Tier- und Pflanzen-Fotos und Vogel-Präparaten erarbeitet. Sie lernten „ihren“ Zugvogel anhand eines Präparates und eines Steckbriefes kennen und stellten ihn dann den anderen Mitschüler*innen vor.

In drei Gruppen, als „Gänsesäger“, „Amsel“ und „Neuntöter“ und einer Wäscheklammer als Schnabel erkannten die Kinder spielerisch, dass Vögel aufgrund des fehlenden Nahrungsangebotes im Winter, lange Strecken zurücklegen müssen, um in ihre Winterquartiere zu gelangen. Mithilfe des Prinzips „Trittstein“ lernten die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig die sogenannten Biotopbrücken als Raststationen für Zugvögel sind, um auf ihrem langen Weg in den Süden und zurück, Ruhepausen einlegen und wieder zu Kräften kommen zu können. Solche Raststationen sind zum Beispiel die Stauseen am Unteren Inn.

Zum Thema Wiese hatten die Umweltbildungs-Referentinnen einen großen Strauß verschiedener Blühpflanzen mitgebracht um den Kindern die Artenvielfalt auf natürlichen Wildblumenwiesen anschaulich zu machen. Es gibt sehr unterschiedliche, aber auch sehr ähnliche Pflanzen. Anhand von unterschiedlich langen Pipetten stellten die Kinder fest, dass es für die unterschiedlichen Blütenformen die passenden Trinkrüssel bei verschiedenen Insekten gibt. Denn manche nektarliebenden Insekten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Existiert die Pflanze nicht mehr, stirbt der Schmetterling oder die Biene. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass alle Schmetterlinge, Bienen und auch Fliegen wichtige Bestäuber sind.

In diesen zwei Wochen mit dem NaTour-Wagon an ihren Schulen, erfuhren die Kinder Spannendes über die Welt der Tiere und Pflanzen und damit wichtige Zusammenhänge in der Natur. Das Team des Naturium hat sich sozusagen „tierisch“ über die gemeinsame Umweltbildungs-Aktion mit den Schüler*innen gefreut.

Mit dem "NaTour-Wagon" bringt die Umweltstation des Naturium am Inn das Europareservat direkt in die Schulen. So lernen die Kinder auf spielerische Weise ihre heimische Natur kennen.

Mit einem ausreichend starken Fahrzeug kann der NaTour-Wagon wie ein normaler Anhänger transportiert werden. Weitere Informationen gibt es im Naturium in Ering unter naturium@rottal-inn.de oder Telefon 08573-1360.

Fotoausstellung am Umgehungsgewässer

An der neuen Fischaufstiegshilfe, dem Umgehungsgewässer beim Kraftwerk Ering-Frauenstein, wurde im Herbst 2020 die „Erlebnis-Station Umgehungsgewässer“ errichtet.

Neben der Möglichkeit zur Naturbeobachtung und der Nutzung als Unterstand bei Führungen sind hier wechselnde Ausstellungen von Fotografen und Künstlern aus der Region geplant. Seit kurzem ist es soweit: Die erste Ausstellung ist installiert.

Den Anfang machen Bilder von Ingo Zahlheimer, der bereits im Jahr 2014 beim weltweit größten Fotowettbewerb als „Young Wildlife Photographer of the Year“ ausgezeichnet wurde. In unserem Ausstellungspavillon zeigt er die Inseln und Sandbänke der Innstauseen aus der Vogelperspektive.

Hereinschauen lohnt sich! Denn die Werke des jungen Naturfotografen (*1996 in Passau) vermitteln faszinierende und ungewöhnliche Einblicke in die Lebensräume am Unteren Inn – und anschließend lässt sich von der Station aus noch beobachten, was sich im Umgehungsgewässer alles tut.

Wanderausstellung „Zeitzeugen der Inn-Entwicklung“

 „Alles im Fluss?!“

Das Naturium am Inn präsentiert derzeit in Ering eine eigens erstellte Wanderausstellung, die die bewegte Geschichte des Unteren Inn erlebbar macht. Sie ist das Ergebnis des vom Bayerischen Umweltministerium geförderten Projekts „Zeitzeugen der Inn-Entwicklung“ der Umweltstation Naturium am Inn.

Auf acht Rollups können Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Phasen der Inn-Entwicklung nachvollziehen – unter anderem mit alten Karten, die Menschen aus der Region dem Projektteam zur Verfügung stellten. So war der einstige Wildfluss weit verzweigt, mit unzähligen Nebenarmen, die sich nach jedem Hochwasser neu verlagerten. Auf alten Gemälden ist zu erkennen, dass der Inn – trotz der schwierigen Bedingungen – früher als rege Wasserstraße genutzt wurde. Durch die besondere Situation am Unteren Inn – breite Staubereiche, sehr hohe Schwebstofffracht – bildeten sich wertvolle „Lebensräume aus zweiter Hand“, die unter anderem einer Vielzahl von Wasservögeln zur Heimat wurden.

Das Team vom Naturium am Inn freute sich über die eingesandten Karten und Bilder aus der Region, sowie auch über die Anekdoten von abenteuerlichen Innüberquerungen und Blutegelhändlern bis zu Bunkern und Innfähren.

Beim Enkel-Großeltern-Tag in den Sommerferien stellten die junge und ältere Generation unter anderem ihre Gedanken, wie ihr persönlicher „Traumfluss“ aussehen sollte, gemeinsam kreativ dar. Als Ergebnis des Kinderferienprogramms sind unter dem Motto „früher – heute – morgen“ drei Drehscheiben zur Inn-Entwicklung Bestandteil der Wanderausstellung geworden. An einer Hörstation können Besucherinnen und Besucher spannenden Interviews lauschen – Großeltern und andere „Zeitzeugen“, die am Inn aufgewachsen sind, erzählen ihre Erlebnisse am und mit dem Fluss.

Zum Abschluss des Projekts nutzten einige der Beteiligten die Möglichkeit zum Austausch und gemeinsamen Besichtigen der Ausstellung. Claudia Schmidt, Leiterin der Umweltstation, dankte allen, die mitgemacht haben.

Die Wanderausstellung ist die nächsten Monate (Winter 2021/2022) im Naturium in Ering zu sehen und soll anschließend an verschiedenen Standorten in der Region am Unteren Inn gezeigt werden.

Herbst-Ferienprogramm im Naturium am Inn

Wintervogel-Vormittag

Um dem trüben nasskalten Herbstwetter in den Ferien eine Weile zu entgehen, kamen einige Kinder aus dem Landkreis Rottal-Inn im Naturium in Ering zusammen, um für die Vögel die im Winter hier bleiben, eine Futter-Station zu bauen.

Unter Anleitung und Hilfe von der Gebietsbetreuerin Andrea Bruckmeier und einigen helfenden Händen unserer ehrenamtlichen Naturium-Guides sowie unserer Bundesfreiwilligendienstleistenden Alexandra, bastelten die Kinder eifrig an ihren Wintervogelfutter-Stationen und den Meisenknödel-Haltern, die auf der Homepage des LBV bei den „Naturschwärmern“ gezeigt werden.

Es hatten alle sehr viel Spaß dabei und freuten sich, dass die Vögel in ihren Gärten nun immer mit frischem Vogelfutter versorgt sein werden.

Im Anschluss ans Basteln ging es noch für ein Spiel hinaus. Hier durften die Kinder spielerisch beweisen, dass sie schon wissen, welche Vögel das sind, die im Winter bei uns bleiben. Die Bewegung und das große bunte Tuch sorgten dafür, dass niemand kalt hatte.

Wenn Ihr auch so eine tolle Winterfutter-Station bauen wollt, schaut Euch dem folgenden Link vom LBV an: https://youtu.be/r-3LevKY7i8

Besuch von Umweltminister Glauber am 18.10.2021

Umweltminister Thorsten Glauber verleiht offiziell Urkunde zur Anerkennung als Umweltstation

Nachdem das Naturium am Inn im April 2021 zu einer von 60 staatlich anerkannten Umweltstationen in Bayern ernannt wurde, kam der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber im Oktober 2021 persönlich nach Ering, um der Leiterin der Umweltstation, Claudia Schmidt, offiziell die Urkunde zur Anerkennung als Umweltstation zu überreichen.

Nachdem der Umweltminister sich in die Goldenen Bücher des Landkreises Rottal-Inn und der Gemeinde Ering eingetragen hatte, machte er gemeinsam mit Landrat Michael Fahmüller und den weiteren Gästen einen Spaziergang zum Stausee Ering-Frauenstein, um selber einen Blick auf das Vogelparadies zu werfen.

Im Link zur Mediathek von Niederbayern TV findet man den Beitrag von Helmut Degenhart zum Besuch des Umweltministers in Ering.

Zur Mediathek

15 Naturium-Guides ausgebildet

Ehrenamtliche NaturführerInnen unterstützen das Naturium am Inn

Im Frühjahr 2021 startete das Naturium am Inn erstmals mit der Suche nach Naturbegeisterten, die sich gerne als ehrenamtliche Naturführer für das Europareservat Unterer Inn engagieren wollten. Etwas Sinnvolles tun und dabei draußen in der Natur sein, neue Menschen kennenlernen, das eigene Wissen erweitern und Freude daran haben, die eigene Naturbegeisterung an andere weiterzugeben, das sollten die Bewerber mitbringen. Wir waren überrascht, wie viele Bewerbungen bei uns ankamen. Leider konnten wir nur eine begrenzte Anzahl an Bewerbern annehmen.

Rund 15 Tage, verteilt auf mehrere Wochenenden, waren die angehenden Naturführer in Ausbildungsinhalte eingespannt, wie z.B. Landschaftsgeschichte, Renaturierungsmaßnahmen, Grundlagen zur Umweltbildung und Führungsdidaktik. Rechtliche Fragestellungen wurden erörtert und ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Bei Exkursionen mit den Experten u.a. von der Zoologischen Gesellschaft Braunau oder auch mit den Planern des neuen Umgehungsgewässers am Kraftwerk Ering-Frauenstein, mit Ornithologen, dem Amphibien- und Reptilienbeauftragten und Geologen wurden Details über unsere Tier- und Pflanzenwelt am Unteren Inn vermittelt.

Eine Fülle an Wissen wurde in dieser Zeit erlernt, um zukünftig den Besuchern des Europareservats Unterer Inn die Besonderheiten unserer Region, deren Vielfalt und Schönheit näherzubringen und noch mehr Menschen für die Natur am Unteren Inn zu begeistern.

Bei einer Abschlussfeier im Schloss Frauenstein erhielt jeder Absolvent von Landrat Michael Fahmüller ein Zertifikat ausgehändigt sowie ein kleines Präsent als Dankeschön für ihr Engagement, überreicht vom Bürgermeister der Gemeinde Mining, Josef Zechmeister und von Claudia Schmidt, Leiterin der Umweltstation am Naturium.

Die frisch gebackenen „Naturium-Guides“, wie ihr Name nun lautet, werden künftig das Naturium bei Führungen für Einheimische und Touristen sowie bei Naturerlebnistagen für Schulklassen und weiteren Veranstaltungen unterstützen.

Das Naturium am Inn freut sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern und wünscht allen Naturium-Guides spannende Führungen sowie viele interessante Begegnungen und Gespräche mit den Teilnehmern.

Der NaTour-Wagon auf dem Schulhof

Der NaTour-Wagon machte Station auf dem Schulhof der Grundschule Wittibreut

Im Rahmen einer "Klimawoche" engagierten sich die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Wittibreut für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dazu passend holten sie sich für einige Tage den "NaTour-Wagon" auf ihren Schulhof. Die mobile Umweltstation des Naturium am Inn ist ausgestattet mit vielen spannenden Umweltbildungsmaterialien und wird begleitet von unserem Umweltbildungs-Team des Naturium am Inn.

Anhand eines Fluss-Modells erfuhren die Kinder, wie der Inn sich durch die Landschaft schlängelt. Wie ist das bei so einem Fluss? Wie sehen seine Ufer aus und welche Pflanzen wachsen hier? Die SchülerInnen bauten den Inn so nach wie er früher aussah, als er noch nicht begradigt war, und wie sein Lauf heute, unterbrochen von den Wasserkraftwerken, ausschaut. Mit viel Interesse und Eifer erkundeten die Kinder das Leben im Auwald und auf der Wiese und der Brenne sowie die Vögel auf den Sandbänken in den Stauseen des Inn und verstanden so auch, warum sich viele Vögel auf den langen Zug in ihre Winterquartiere begeben.

Mit dem "NaTour-Wagon" bringt die Umweltstation des Naturium am Inn das Europareservat direkt in die Schulen. So lernen die Kinder auf spielerische Weise ihre heimische Natur kennen.

Mit einem ausreichend starken Fahrzeug kann der NaTour-Wagon wie ein normaler Anhänger transportiert werden. Weitere Informationen gibt es im Naturium in Ering unter naturium@rottal-inn.de oder Telefon 08573-1360.

Mehr Fotos von den Umweltbildungstagen mit dem NaTour-Wagon in der Grundschule Wittibreut findet man auf der Homepage der Schule:

https://www.gs-wittibreut.de/fotos-2021-22/na-tour-wagen/

INNsieme-Flusserlebnistag am 2.10.2021

Was frisst ein Biber?

Welche Fische, Vögel und Insekten leben am Unteren Inn?

Und wo kommt der Inn eigentlich her?

Diesen und weiteren Fragen gingen die TeilnehmerInnen beim grenzübergreifenden Flusserlebnistag zwischen dem Naturium Ering und dem Schloss Frauenstein spielerisch auf den Grund.

Bei herrlichem Sonnenschein sammelten Kinder und Eltern eifrig Stempel an den zehn Stationen, um sich mit dem vollen Kärtchen eine kleine Belohnung zu sichern.

Fazit: Ein rundum gelungener Tag - ein großes DANKESCHÖN an alle HelferInnen!

Das Naturium bei Niederbayern TV

Film über das Naturium am Inn jetzt auf Mediathek

Niederbayern TV war kürzlich zu Dreharbeiten bei uns im Naturium in Ering. Gefilmt wurde die Ausstellung in Ering und in Frauenstein. Auch die Vogelwelt auf den Verlandungszonen im Stausee sowie das neue Umgehungsgewässer und das Leben auf der Brenne waren Thema im Film.


Wer sich den Film, der am 29.8.2021 ausgestrahlt wurde, anschauen möchte, kann das jetzt in der Mediathek von Niederbayern TV unter folgendem Link:

passau.niederbayerntv.de/mediathek/video/lebenslust-gfrein-lacha-umweltstation-naturium-ering-am-inn-lkr-pa/


Es gibt auch eine Kurzversion von ca. 4-5 Minuten Länge - siehe folgenden Link:

passau.niederbayerntv.de/mediathek/video/lebenslust-umweltstation-naturium-ering-am-inn/

Das Naturium am Inn ist staatlich anerkannte Umweltstation

Das Naturium am Inn wird „staatlich anerkannte Umweltstation“

Tolle Nachrichten haben wir aus dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz erhalten: Das Naturium am Inn wird mit Wirkung zum 1. April 2021 als staatliche Umweltstation anerkannt! Damit sind wir die 59. Einrichtung in Bayern, die diesen Titel trägt. 

Was ist eine Umweltstation?

Staatlich anerkannte Umweltstationen sind Einrichtungen der außerschulischen Umweltbildung. Sie werden von öffentlichen oder privaten Institutionen betrieben, sind für die Allgemeinheit zugänglich und bieten ganzjährig ein hochwertiges Umweltbildungsangebot. Ziel ist es, ein räumlich ausgewogenes, flächendeckendes Netz von Umweltstationen zu errichten und auch langfristig zu sichern, um damit nachhaltig eine wohnortnahe Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Bayern zu ermöglichen.

Für die Anerkennung als Umweltstation müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden: Neben zwei Vorprojekten gehört dazu unter anderem ein umweltpädagogisches Konzept.

Was bieten wir im Rahmen der Umweltbildung an?

Zum Beispiel für Kinder und Jugendliche:

Was krabbelt und summt da in der Wiese? Wie fühlt sich Baumrinde an? Warum ziehen Vögel? Was heißt eigentlich „nachhaltig“?

Diesen und anderen Fragen wollen wir auf den Grund gehen und die Natur mit allen Sinnen erleben: Wir gehen mit den Schulklassen, Kindergarten- oder Jugendgruppen an den Unteren Inn oder kommen mit dem NaTour-Wagon direkt an die Schule. Auch in den Ferien wird’s bei uns nicht langweilig und Geburtstage kann man hier auch prima feiern.

Aber nicht nur Kinder dürfen bei uns über die Natur am Unteren Inn ins Staunen geraten, sondern auch Erwachsene. In unserem Veranstaltungsprogramm ist für jeden was dabei: Führungen und Workshops zu verschiedenen Themen. Anfragen von Gruppen – ob Betriebe, Vereine, soziale Einrichtungen oder private Gruppen – nehmen wir gerne entgegen.

Außerdem bieten wir Fortbildungen für Multiplikatoren wie Lehrer*innen oder Erzieher*innen an. Verschiedene weitere Projekte und Wechselausstellungen runden das Angebot ab.

Wir freuen uns darauf, unser Angebot zusammen mit den Menschen und Institutionen aus der Region stetig weiterzuentwickeln und die Freude an Natur und Nachhaltigkeit weiterzugeben und gemeinsam zu leben.

Weitere Infos zu unserer Umweltbildung findet Ihr hier.

50 Jahre Ramsar-Konvention

Der Feuchtgebietsschutz feiert Geburtstag

Bereits in den 1960er Jahren förderten Wasservogelzählungen einen dramatischen Rückgang an Wat- und Wasservögeln zu Tage. Grund hierfür war vor allem der Verlust von Lebensraum. Um diese Lebensräume für die darauf angewiesenen Vogelarten zu schützen, wurde am 2. Februar 1971 in der Stadt Ramsar im Iran eine internationale Vereinbarung zum Schutz von „Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung“ geschlossen.

1976 trat auch Deutschland der Ramsar-Konvention bei und meldete insgesamt 31 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung, davon sieben in Bayern. Neben Chiemsee, Ammersee und Starnberger See befinden sich darunter die Donauauen, der Lech-Donau-Winkel, der Ismaninger Speichersee und der Untere Inn zwischen Haiming und Neuhaus.

Die sogenannte „Ramsar-Konvention“ stellt damit das erste globale Naturschutzabkommen dar, dass sich den Schutz eines bestimmten Lebensraum-Typs zum Ziel setzt und war ein Wegbereiter für das Übereinkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt. Dabei gilt das Prinzip des „wise use“. Sie setzt damit nicht auf einen vollkommenen Nutzungs-Verzicht, sondern auf nachhaltige, ausgewogene Nutzung, die die natürlichen Verhältnisse im Ökosystem erhält.

Dennoch leistet die Ramsar-Konvention bis heute weit mehr als den reinen Schutz der Feuchtgebiete. Zahlreiche Zugvögel sind auf sogenannte „Trittstein-Ökosysteme“ angewiesen. Hier können sie rasten und ihre Reserven auf dem anstrengenden Zug auffüllen.

Auch das Europareservat Unterer Inn bildet mit seinen Schlickflächen und seichten Verlandungszonen in den Stauseen ein solches Trittstein-Ökosystem und wird damit alljährlich im Frühling und Herbst zur Drehscheibe im interkontinentalen Vogelzug. Darüber hinaus bieten die Schilfgürtel seltenen Vogelarten geschützte Brutplätze, so z.B. der in Bayern vom Aussterben bedrohten Zwergdommel. Auf den bewaldeten Inseln in den Stauseen brüten echte Raritäten wie die Nachtreiher. Die ruhigen Bereiche zwischen den Inseln werden von mausernden Wasservögeln als Rückzugsort genutzt und locken beispielsweise Scharen von Großen Brachvögeln an den Unteren Inn.
„Es erfüllt mich mit Stolz, dass unser Landkreis Rottal-Inn an dieser internationalen Naturschutz-Konvention beteiligt ist und unsere wunderschöne Landschaft und Tierwelt am Unteren Inn dadurch noch für viele Generationen geschützt wird“, so Landrat Michael Fahmüller.

Zahlreiche Akteure wie Wasservogel-Zähler, Bund Naturschutz, Landschaftspflegeverbände und die Zoologische Gesellschaft Braunau (um nur einige zu nennen) setzen sich vor Ort für den Wasservogelschutz am Unteren Inn ein. So bringt beispielsweise das Naturium am Inn Besuchern und Ortsansässigen den Feuchtgebietsschutz näher. Unterstützt wird es dabei von der Ramsar-Gebietsbetreuung, die auch mit den örtlichen Landnutzern im Austausch steht. „Denn nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir uns auch in den kommenden 50 Jahren über zahlreiche gefiederte Gäste aus aller Herren Länder am Unteren Inn freuen,“ so die Gebietsbetreuerin vom Unteren Inn, Andrea Bruckmeier.

Was ist los im Stausee?

Herbst-Vogelzug am Unteren Inn

Der Vogelzug ist im vollen Gange. Zehntausende Individuen machen zur Zeit Rast auf den Inseln und Verlandungszonen der Stauräume am Unteren Inn.

Folgende Arten wurden im Bereich des Stausees Ering/Frauenstein und Eglsee entdeckt:

Besonders auffallend sind die großen Schwärme der Graugänse, die laut schreiend zwischen den Auwaldrändern und dem Inn wechseln. Bis zu 1000 Gänse wurden hier innerhalb weniger Minuten auf dem Inn gezählt.

Mehr als Hundert Große Brachvögel, sicher um die 30 Bekassinen, Kiebitze, dazwischen einige Alpenstrandläufer, Kampfläufer, Grünschenkel, Lach- und Mittelmeermöwen suchen Abends ein Plätzchen zum Schlafen auf den Sandbänken.

Rauch- und Mehlschwalben fliegen auf der Suche nach Insekten über dem Umgehungsgewässer, dem angrenzenden Auwald und dem Stausee, um sich noch Energie anzufressen, bevor es losgeht Richtung Süden.

Verschiedene Entenarten wie: Stock-, Schnatter-, Krickenten und sogar eine Löffelente wurde hier und da entdeckt.

An den Ufern finden wir den Dunklen Wasserläufer, den Flussuferläufer und den Waldwasserläufer auf der Suche nach Nahrung. Höckerschwäne und einige Seidenreiher sind auch im Stausee unterwegs.

Von Zeit zu Zeit fliegt ein Seeadler über den Staubereich. Alle Vögel, vor allem die Graugänse, verfallen daraufhin in hektische Aufregung und bringen sich in Sicherheit vor dem gewaltigen Greifvogel, der es oftmals nur auf einen Fisch abgesehen hat. Eine solche Sichtung ist eine Seltenheit und erfordert viel Geduld und das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Aber es lohnt sich, wenn möglich, darauf zu warten.

BLOG

Kranichzug über dem Inn

Wie bereits im letzten Jahr, zogen auch in diesem Herbst einige Kranich-Schwärme über Rottal-Inn hinweg. In den Staubereichen am Unteren Inn wurden sogar rastende Kraniche beobachtet. Mitte November fand ein Kranich-Schwarm einen Schlafplatz in der Hagenauer Bucht und auch auf einer Sandbank im Stausee und unterhalb des Kraftwerkes Ering-Frauenstein sah man häufiger drei rastende Kraniche. Allerdings sind rastende Kraniche bei uns am Inn bisher nur ein seltener Anblick.

Warum aber kommen scheinbar immer häufiger Kraniche an den Unteren Inn? Bekannt sind zwei große Zugrouten für Kraniche: die Ostroute über Baltikum, Türkei und Israel bis nach Nordafrika. Und die Westroute, über Frankreich bis nach Spanien. In der Extremadura Südspaniens überwintern die Kraniche. Seit einigen Jahren biegen aber einige Kraniche vor den Alpen von der Ostroute ab und fliegen nach Westen, wobei sie auch über Niederbayern fliegen. Am Westalpenrand stoßen sie zu den Westziehern. Gemeinsam mit diesen fliegen sie dann weiter über Frankreich ins Überwinterungsgebiet nach Südspanien.

Warum sie das tun, weiß man nicht. Vielleicht liegt es am Wetter, oder einige Vögel haben sich irgendwann einmal „verflogen“. Und da junge Kraniche den Zugweg im Familienverband von den Eltern lernen, nehmen jedes Jahr mehr Kraniche den neuen Zugweg.

Die charakteristischen Flugformationen bilden meist leicht versetzte Ketten oder Keile. Vor allem in den Monaten Oktober und November sieht man sie ziehen. Zwischen Februar und März fliegen sie auf fast den gleichen Zugrouten wieder zurück in ihre Brutgebiete. Ein Vogel fliegt im Windschatten des Vordervogels um Energie zu sparen. Der Vogel an der Spitze wird  regelmäßig ausgewechselt, damit auch er sich einmal ausruhen kann. So ein Kranich-Schwarm fliegt, abhängig vom Wind und den Sichtverhältnissen, normalerweise bis in eine Höhe von 2000 Metern. Beim Flug über Bergketten erreichen sie aber auch über 5000 Meter Höhe.

Oftmals werden ziehende Kraniche und Gänse verwechselt. Man kann sie aber gut daran unterscheiden, dass die Füße der Kraniche hinter dem Schwanz herausragen. Bei den Gänsen sieht man ihre Füße nicht, sie sind unter dem Schwanz verborgen. Auch am Ruf kann man sie unterscheiden: Kranichrufe hören sich an wie ein Trompeten, die Rufe der Gänse klingen dagegen wie Geschrei.

Der Kranich (Grus Grus) ist mit einer Größe von 120 bis 130 Zentimetern deutlich größer als Weißstorch und Graureiher. Die Flügelspannweite mit 2,20 Meter nicht ganz so groß wie die des Seeadlers. Nur ältere Vögel ab einem Alter von frühestens 2 Jahren tragen die rote Kopfplatte sowie die langen Schmuckfedern, die bei der Balz aufgestellt werden.

Ihre Nahrung besteht aus Körnern und Wurzeln abgeernteter Felder, Insektenlarven sowie kleinen Fischen und Säugetieren. Problemen auf landwirtschaftlichen Flächen wird mancherorts mit sogenannten „Ablenkfütterungen“ entgegengewirkt.

Laut EU-Vogelschutzrichtlinie gilt der Kranich als besonders gefährdet und darf nicht bejagt werden. Wilderei und die Jagd auf andere Wasservögel führt allerdings trotzdem zu Störungen an seinen Rast- und Brutplätzen. Dies und immer stärker schwindender Lebensraum gefährden seinen Bestand auf lange Sicht.

Froschkonzert in Ering

Froschkonzert am Naturium in Ering

Seit der Frühling Einzug gehalten hat, ist auch das Leben im Teich des Naturium erwacht. Einer nach dem anderen hat Quartier bezogen. Nun ist die WG bereits gut besetzt. Insgesamt fünf Seefrösche haben wir gezählt. Und das Leben im Teich ist bunt. Von Hellgrün über Braun nach Dunkelgrün. Und sogar Quietschegrün - das ist der Laubfrosch.

Die Seefrösche geben ihr alltägliches Konzert. Wunderschön - und dabei sogar gratis. Sie rivalisieren um die schönsten Plätze auf den Wasserpflanzen im Teich, die zunächst noch spärlich erste Triebe bilden, aber hoffentlich schon bald den Fröschen gute Versteckmöglichkeiten bieten.

Auch eine junge Ringelnatter haben wir entdeckt. Dann hat es Mutter Ringelnatter im letzten Jahr wohl so gut bei uns gefallen, dass sie gleich in die Familienplanung gegangen ist.

So gefällt es auch uns: Wir haben einfache Grundbedingungen geschaffen und die Natur hat sie gerne angenommen.

Froschkonzert

Verzeiht die mäßige Filmqualität - es ist unser erstes Filmchen von den Fröschen in unserem Teich. Aber wir freuen uns so darüber, dass wir es unbedingt herzeigen möchten.

Biotop-Pflege in der Eringer Au Oktober 2020

Dem einen oder anderen Spaziergänger wird auf seinem Weg durch die Eringer Au in der letzten Zeit vielleicht aufgefallen sein, dass ein Bagger im Bereich des Naturerlebnisweges fleißig seine Arbeit tat.

Grund war eine Biotop-Pflege-Aktion der Unteren Naturschutzbehörde Rottal-Inn, die vom Landschaftspflegeverband Rottal-Inn durchgeführt wurde. Die Gebietsbetreuerin für den Unteren Inn, Andrea Bruckmeier, betreute und beaufsichtigte die Arbeiten fachkundig. Dabei wurde die Vielfalt der Lebensräume am Unteren Inn für seltene Tiere und Pflanzen verbessert.

Zum Beispiel ging es darum, Tümpel zu entlanden damit sich dort Amphibien und Libellen ansiedeln können. Wechselfeuchte Standorte wurden hergestellt, die wiederum wichtig für bestimmte Pflanzen, wie z.B. seltene Seggen sind.

Der bei den Arbeiten angefallene Gehölzschnitt wurde als Reisig- oder Häckselhaufen für Reptilien, hier speziell für die Äskulapnatter, an der alten Brenne und am Biotopacker aufgeschichtet.

Es entstanden sandige Böschungen, die unter anderem wichtige Brutbedingungen für Wildbienen und andere Insekten bieten. Beim Biotopacker in Eglsee wurden schließlich auch Kiesflächen im Grundwasserschwankungsbereich angelegt. Dazu wurde ein Teil des Schilfes abgegraben.

Von Zeit zu Zeit sind diese Arbeiten nötig, um einen optimalen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.

VON DER SANDBANK ZUM AUWALD - Teil 3

Es entwickelt sich Baumbestand


Bereits nach wenigen Jahren gedeihen die ersten Bäume auf den jungen Inseln in den Staubereichen des Inn. Es sind Silberweiden, die dicht an dicht wachsen und mit der Zeit das Schilf zurückdrängen. Eine Weichholzaue entsteht - Lebensraum für Singvögel wie Blaukehlchen, Beutelmeise und Pirol.
Je älter die Inseln werden, umso mehr nimmt die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten zu. Auch der Biber, der in den 1970er Jahren nach seiner Ausrottung hier wieder angesiedelt wurde, trägt als Lebensraumgestalter dazu bei. Es gedeihen Erlen und Traubenkirschen. Nach Jahrzehnten ist der Waldboden im Frühjahr übersät mit Lerchensporn, Buschwindröschen und anderen Blumen. Ein artenreicher Auwald ist entstanden.
Die Auwälder auf den Inseln am Unteren Inn stehen unter Naturschutz. Von daher entwickelt sich die Natur dort ohne Eingriff des Menschen wie in einem Urwald. Die beste Voraussetzung für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.

VON DER SANDBANK ZUM AUWALD - Teil 2

Die ersten Pflanzen keimen


Sobald die Verlandungszonen und Sandbänke in den Stauseen des Inn so hoch werden, dass sie im Sommer nicht mehr ständig unter Wasser stehen, beginnen bunt blühende sogenannte Pionierpflanzen wie z.B. Blutweiderich und Zweizahn mit der Erstbesiedelung der jungen Inseln.
Für Lachmöwen, verschiedene Entenarten und auch andere Vögel sind diese Flächen begehrte Brutplätze.
Sehr bald schon wird die Pioniervegetation auf den Inseln durch Schilf abgelöst. So entstehen ausgedehnte Schilfflächen. Diese bilden mit dichtem Bewuchs einen schützenden Lebensraum für so seltene Vogelarten wie z.B. die Große Rohrdommel oder den Drosselrohrsänger.

VON DER SANDBANK ZUM AUWALD - Teil 1


Wie entstehen die Sandbänke im Stausee?


Noch im 18. Jahrhundert war der Inn ein wilder Fluss mit einem weit verzweigten System von Nebenarmen und Überflutungsflächen. Um 1900 begann man damit, ihn zu begradigen und zu kanalisieren. Durch den beginnenden Bau von Wasserkraftwerken ab 1923 entstand schließlich eine Kette breiter Stauseen.
Als alpiner Fluss führt der Inn gewaltige Mengen an Sand und Feinsedimenten aus den Bergen mit sich. Dieser Gesteinsabrieb bildet in den Stauseen mit der Zeit ausgedehnte Flachwasserzonen und Sandbänke. Tausende Wasservögel finden dadurch Nahrungs- und Rastplätze, die sie während der Zeit des Vogelzuges aufsuchen. Hier finden sie Nahrung in Form von bspw. Schlammröhrenwürmern und Insektenlarven, die sie mit ihren zum Teil recht langen Schnäbeln aus dem Sand herausziehen können.
Der Teil des Unteren Inn, der sich von der Salzachmündung bei Haiming bis zur Mündung der Rott bei Neuhaus/Schärding auf ca. 55 Flußkilometer erstreckt, wurde als international bedeutendes und schützenswertes Feuchtgebiet 1976 in die Ramsargebiets-Konvention aufgenommen und bekam 1979 vom Europarat das Prädikat „Europareservat“ verliehen.

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