Aktuelles

Was tut sich im Naturium am Inn? Hier erfahren Sie Aktuelles zu unseren Veranstaltungen und Projekten sowie zur Tier- und Pflanzenwelt im Unteren Inntal.

Aktuelles vom Unteren Inn

Gelbstern (Foto: Isolde Ulbig)
Gelbstern (Foto: Isolde Ulbig)

Ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2022!

01.01.2022

wünscht das Team vom Naturium in Ering allen Freunden und Gästen des Europareservates Unterer Inn

Mehr erfahren

Neuigkeiten aus dem Naturium am Inn

Wanderausstellung „Zeitzeugen der Inn-Entwicklung“

 „Alles im Fluss?!“

Das Naturium am Inn präsentiert derzeit in Ering eine eigens erstellte Wanderausstellung, die die bewegte Geschichte des Unteren Inn erlebbar macht. Sie ist das Ergebnis des vom Bayerischen Umweltministerium geförderten Projekts „Zeitzeugen der Inn-Entwicklung“ der Umweltstation Naturium am Inn.

Auf acht Rollups können Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Phasen der Inn-Entwicklung nachvollziehen – unter anderem mit alten Karten, die Menschen aus der Region dem Projektteam zur Verfügung stellten. So war der einstige Wildfluss weit verzweigt, mit unzähligen Nebenarmen, die sich nach jedem Hochwasser neu verlagerten. Auf alten Gemälden ist zu erkennen, dass der Inn – trotz der schwierigen Bedingungen – früher als rege Wasserstraße genutzt wurde. Durch die besondere Situation am Unteren Inn – breite Staubereiche, sehr hohe Schwebstofffracht – bildeten sich wertvolle „Lebensräume aus zweiter Hand“, die unter anderem einer Vielzahl von Wasservögeln zur Heimat wurden.

Das Team vom Naturium am Inn freute sich über die eingesandten Karten und Bilder aus der Region, sowie auch über die Anekdoten von abenteuerlichen Innüberquerungen und Blutegelhändlern bis zu Bunkern und Innfähren.

Beim Enkel-Großeltern-Tag in den Sommerferien stellten die junge und ältere Generation unter anderem ihre Gedanken, wie ihr persönlicher „Traumfluss“ aussehen sollte, gemeinsam kreativ dar. Als Ergebnis des Kinderferienprogramms sind unter dem Motto „früher – heute – morgen“ drei Drehscheiben zur Inn-Entwicklung Bestandteil der Wanderausstellung geworden. An einer Hörstation können Besucherinnen und Besucher spannenden Interviews lauschen – Großeltern und andere „Zeitzeugen“, die am Inn aufgewachsen sind, erzählen ihre Erlebnisse am und mit dem Fluss.

Zum Abschluss des Projekts nutzten einige der Beteiligten die Möglichkeit zum Austausch und gemeinsamen Besichtigen der Ausstellung. Claudia Schmidt, Leiterin der Umweltstation, dankte allen, die mitgemacht haben.

Die Wanderausstellung ist die nächsten Monate (Winter 2021/2022) im Naturium in Ering zu sehen und soll anschließend an verschiedenen Standorten in der Region am Unteren Inn gezeigt werden.

Herbst-Ferienprogramm im Naturium am Inn

Wintervogel-Vormittag

Um dem trüben nasskalten Herbstwetter in den Ferien eine Weile zu entgehen, kamen einige Kinder aus dem Landkreis Rottal-Inn im Naturium in Ering zusammen, um für die Vögel die im Winter hier bleiben, eine Futter-Station zu bauen.

Unter Anleitung und Hilfe von der Gebietsbetreuerin Andrea Bruckmeier und einigen helfenden Händen unserer ehrenamtlichen Naturium-Guides sowie unserer Bundesfreiwilligendienstleistenden Alexandra, bastelten die Kinder eifrig an ihren Wintervogelfutter-Stationen und den Meisenknödel-Haltern, die auf der Homepage des LBV bei den „Naturschwärmern“ gezeigt werden.

Es hatten alle sehr viel Spaß dabei und freuten sich, dass die Vögel in ihren Gärten nun immer mit frischem Vogelfutter versorgt sein werden.

Im Anschluss ans Basteln ging es noch für ein Spiel hinaus. Hier durften die Kinder spielerisch beweisen, dass sie schon wissen, welche Vögel das sind, die im Winter bei uns bleiben. Die Bewegung und das große bunte Tuch sorgten dafür, dass niemand kalt hatte.

Wenn Ihr auch so eine tolle Winterfutter-Station bauen wollt, schaut Euch dem folgenden Link vom LBV an: https://youtu.be/r-3LevKY7i8

Besuch von Umweltminister Glauber am 18.10.2021

Umweltminister Thorsten Glauber verleiht offiziell Urkunde zur Anerkennung als Umweltstation

Nachdem das Naturium am Inn im April 2021 zu einer von 60 staatlich anerkannten Umweltstationen in Bayern ernannt wurde, kam der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber im Oktober 2021 persönlich nach Ering, um der Leiterin der Umweltstation, Claudia Schmidt, offiziell die Urkunde zur Anerkennung als Umweltstation zu überreichen.

Nachdem der Umweltminister sich in die Goldenen Bücher des Landkreises Rottal-Inn und der Gemeinde Ering eingetragen hatte, machte er gemeinsam mit Landrat Michael Fahmüller und den weiteren Gästen einen Spaziergang zum Stausee Ering-Frauenstein, um selber einen Blick auf das Vogelparadies zu werfen.

Im Link zur Mediathek von Niederbayern TV findet man den Beitrag von Helmut Degenhart zum Besuch des Umweltministers in Ering.

Zur Mediathek

15 Naturium-Guides ausgebildet

Ehrenamtliche NaturführerInnen unterstützen das Naturium am Inn

Im Frühjahr 2021 startete das Naturium am Inn erstmals mit der Suche nach Naturbegeisterten, die sich gerne als ehrenamtliche Naturführer für das Europareservat Unterer Inn engagieren wollten. Etwas Sinnvolles tun und dabei draußen in der Natur sein, neue Menschen kennenlernen, das eigene Wissen erweitern und Freude daran haben, die eigene Naturbegeisterung an andere weiterzugeben, das sollten die Bewerber mitbringen. Wir waren überrascht, wie viele Bewerbungen bei uns ankamen. Leider konnten wir nur eine begrenzte Anzahl an Bewerbern annehmen.

Rund 15 Tage, verteilt auf mehrere Wochenenden, waren die angehenden Naturführer in Ausbildungsinhalte eingespannt, wie z.B. Landschaftsgeschichte, Renaturierungsmaßnahmen, Grundlagen zur Umweltbildung und Führungsdidaktik. Rechtliche Fragestellungen wurden erörtert und ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Bei Exkursionen mit den Experten u.a. von der Zoologischen Gesellschaft Braunau oder auch mit den Planern des neuen Umgehungsgewässers am Kraftwerk Ering-Frauenstein, mit Ornithologen, dem Amphibien- und Reptilienbeauftragten und Geologen wurden Details über unsere Tier- und Pflanzenwelt am Unteren Inn vermittelt.

Eine Fülle an Wissen wurde in dieser Zeit erlernt, um zukünftig den Besuchern des Europareservats Unterer Inn die Besonderheiten unserer Region, deren Vielfalt und Schönheit näherzubringen und noch mehr Menschen für die Natur am Unteren Inn zu begeistern.

Bei einer Abschlussfeier im Schloss Frauenstein erhielt jeder Absolvent von Landrat Michael Fahmüller ein Zertifikat ausgehändigt sowie ein kleines Präsent als Dankeschön für ihr Engagement, überreicht vom Bürgermeister der Gemeinde Mining, Josef Zechmeister und von Claudia Schmidt, Leiterin der Umweltstation am Naturium.

Die frisch gebackenen „Naturium-Guides“, wie ihr Name nun lautet, werden künftig das Naturium bei Führungen für Einheimische und Touristen sowie bei Naturerlebnistagen für Schulklassen und weiteren Veranstaltungen unterstützen.

Das Naturium am Inn freut sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern und wünscht allen Naturium-Guides spannende Führungen sowie viele interessante Begegnungen und Gespräche mit den Teilnehmern.

Der NaTour-Wagon auf dem Schulhof

Der NaTour-Wagon machte Station auf dem Schulhof der Grundschule Wittibreut

Im Rahmen einer "Klimawoche" engagierten sich die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Wittibreut für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dazu passend holten sie sich für einige Tage den "NaTour-Wagon" auf ihren Schulhof. Die mobile Umweltstation des Naturium am Inn ist ausgestattet mit vielen spannenden Umweltbildungsmaterialien und wird begleitet von unserem Umweltbildungs-Team des Naturium am Inn.

Anhand eines Fluss-Modells erfuhren die Kinder, wie der Inn sich durch die Landschaft schlängelt. Wie ist das bei so einem Fluss? Wie sehen seine Ufer aus und welche Pflanzen wachsen hier? Die SchülerInnen bauten den Inn so nach wie er früher aussah, als er noch nicht begradigt war, und wie sein Lauf heute, unterbrochen von den Wasserkraftwerken, ausschaut. Mit viel Interesse und Eifer erkundeten die Kinder das Leben im Auwald und auf der Wiese und der Brenne sowie die Vögel auf den Sandbänken in den Stauseen des Inn und verstanden so auch, warum sich viele Vögel auf den langen Zug in ihre Winterquartiere begeben.

Mit dem "NaTour-Wagon" bringt die Umweltstation des Naturium am Inn das Europareservat direkt in die Schulen. So lernen die Kinder auf spielerische Weise ihre heimische Natur kennen.

Mit einem ausreichend starken Fahrzeug kann der NaTour-Wagon wie ein normaler Anhänger transportiert werden. Weitere Informationen gibt es im Naturium in Ering unter naturium@rottal-inn.de oder Telefon 08573-1360.

Mehr Fotos von den Umweltbildungstagen mit dem NaTour-Wagon in der Grundschule Wittibreut findet man auf der Homepage der Schule:

https://www.gs-wittibreut.de/fotos-2021-22/na-tour-wagen/

INNsieme-Flusserlebnistag am 2.10.2021

Was frisst ein Biber?

Welche Fische, Vögel und Insekten leben am Unteren Inn?

Und wo kommt der Inn eigentlich her?

Diesen und weiteren Fragen gingen die TeilnehmerInnen beim grenzübergreifenden Flusserlebnistag zwischen dem Naturium Ering und dem Schloss Frauenstein spielerisch auf den Grund.

Bei herrlichem Sonnenschein sammelten Kinder und Eltern eifrig Stempel an den zehn Stationen, um sich mit dem vollen Kärtchen eine kleine Belohnung zu sichern.

Fazit: Ein rundum gelungener Tag - ein großes DANKESCHÖN an alle HelferInnen!

Das Naturium bei Niederbayern TV

Film über das Naturium am Inn jetzt auf Mediathek

Niederbayern TV war kürzlich zu Dreharbeiten bei uns im Naturium in Ering. Gefilmt wurde die Ausstellung in Ering und in Frauenstein. Auch die Vogelwelt auf den Verlandungszonen im Stausee sowie das neue Umgehungsgewässer und das Leben auf der Brenne waren Thema im Film.


Wer sich den Film, der am 29.8.2021 ausgestrahlt wurde, anschauen möchte, kann das jetzt in der Mediathek von Niederbayern TV unter folgendem Link:

passau.niederbayerntv.de/mediathek/video/lebenslust-gfrein-lacha-umweltstation-naturium-ering-am-inn-lkr-pa/


Es gibt auch eine Kurzversion von ca. 4-5 Minuten Länge - siehe folgenden Link:

passau.niederbayerntv.de/mediathek/video/lebenslust-umweltstation-naturium-ering-am-inn/

Das Naturium am Inn ist staatlich anerkannte Umweltstation

Das Naturium am Inn wird „staatlich anerkannte Umweltstation“

Tolle Nachrichten haben wir aus dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz erhalten: Das Naturium am Inn wird mit Wirkung zum 1. April 2021 als staatliche Umweltstation anerkannt! Damit sind wir die 59. Einrichtung in Bayern, die diesen Titel trägt. 

Was ist eine Umweltstation?

Staatlich anerkannte Umweltstationen sind Einrichtungen der außerschulischen Umweltbildung. Sie werden von öffentlichen oder privaten Institutionen betrieben, sind für die Allgemeinheit zugänglich und bieten ganzjährig ein hochwertiges Umweltbildungsangebot. Ziel ist es, ein räumlich ausgewogenes, flächendeckendes Netz von Umweltstationen zu errichten und auch langfristig zu sichern, um damit nachhaltig eine wohnortnahe Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Bayern zu ermöglichen.

Für die Anerkennung als Umweltstation müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden: Neben zwei Vorprojekten gehört dazu unter anderem ein umweltpädagogisches Konzept.

Was bieten wir im Rahmen der Umweltbildung an?

Zum Beispiel für Kinder und Jugendliche:

Was krabbelt und summt da in der Wiese? Wie fühlt sich Baumrinde an? Warum ziehen Vögel? Was heißt eigentlich „nachhaltig“?

Diesen und anderen Fragen wollen wir auf den Grund gehen und die Natur mit allen Sinnen erleben: Wir gehen mit den Schulklassen, Kindergarten- oder Jugendgruppen an den Unteren Inn oder kommen mit dem NaTour-Wagon direkt an die Schule. Auch in den Ferien wird’s bei uns nicht langweilig und Geburtstage kann man hier auch prima feiern.

Aber nicht nur Kinder dürfen bei uns über die Natur am Unteren Inn ins Staunen geraten, sondern auch Erwachsene. In unserem Veranstaltungsprogramm ist für jeden was dabei: Führungen und Workshops zu verschiedenen Themen. Anfragen von Gruppen – ob Betriebe, Vereine, soziale Einrichtungen oder private Gruppen – nehmen wir gerne entgegen.

Außerdem bieten wir Fortbildungen für Multiplikatoren wie Lehrer*innen oder Erzieher*innen an. Verschiedene weitere Projekte und Wechselausstellungen runden das Angebot ab.

Wir freuen uns darauf, unser Angebot zusammen mit den Menschen und Institutionen aus der Region stetig weiterzuentwickeln und die Freude an Natur und Nachhaltigkeit weiterzugeben und gemeinsam zu leben.

Weitere Infos zu unserer Umweltbildung findet Ihr hier.

50 Jahre Ramsar-Konvention

Der Feuchtgebietsschutz feiert Geburtstag

Bereits in den 1960er Jahren förderten Wasservogelzählungen einen dramatischen Rückgang an Wat- und Wasservögeln zu Tage. Grund hierfür war vor allem der Verlust von Lebensraum. Um diese Lebensräume für die darauf angewiesenen Vogelarten zu schützen, wurde am 2. Februar 1971 in der Stadt Ramsar im Iran eine internationale Vereinbarung zum Schutz von „Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung“ geschlossen.

1976 trat auch Deutschland der Ramsar-Konvention bei und meldete insgesamt 31 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung, davon sieben in Bayern. Neben Chiemsee, Ammersee und Starnberger See befinden sich darunter die Donauauen, der Lech-Donau-Winkel, der Ismaninger Speichersee und der Untere Inn zwischen Haiming und Neuhaus.

Die sogenannte „Ramsar-Konvention“ stellt damit das erste globale Naturschutzabkommen dar, dass sich den Schutz eines bestimmten Lebensraum-Typs zum Ziel setzt und war ein Wegbereiter für das Übereinkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt. Dabei gilt das Prinzip des „wise use“. Sie setzt damit nicht auf einen vollkommenen Nutzungs-Verzicht, sondern auf nachhaltige, ausgewogene Nutzung, die die natürlichen Verhältnisse im Ökosystem erhält.

Dennoch leistet die Ramsar-Konvention bis heute weit mehr als den reinen Schutz der Feuchtgebiete. Zahlreiche Zugvögel sind auf sogenannte „Trittstein-Ökosysteme“ angewiesen. Hier können sie rasten und ihre Reserven auf dem anstrengenden Zug auffüllen.

Auch das Europareservat Unterer Inn bildet mit seinen Schlickflächen und seichten Verlandungszonen in den Stauseen ein solches Trittstein-Ökosystem und wird damit alljährlich im Frühling und Herbst zur Drehscheibe im interkontinentalen Vogelzug. Darüber hinaus bieten die Schilfgürtel seltenen Vogelarten geschützte Brutplätze, so z.B. der in Bayern vom Aussterben bedrohten Zwergdommel. Auf den bewaldeten Inseln in den Stauseen brüten echte Raritäten wie die Nachtreiher. Die ruhigen Bereiche zwischen den Inseln werden von mausernden Wasservögeln als Rückzugsort genutzt und locken beispielsweise Scharen von Großen Brachvögeln an den Unteren Inn.
„Es erfüllt mich mit Stolz, dass unser Landkreis Rottal-Inn an dieser internationalen Naturschutz-Konvention beteiligt ist und unsere wunderschöne Landschaft und Tierwelt am Unteren Inn dadurch noch für viele Generationen geschützt wird“, so Landrat Michael Fahmüller.

Zahlreiche Akteure wie Wasservogel-Zähler, Bund Naturschutz, Landschaftspflegeverbände und die Zoologische Gesellschaft Braunau (um nur einige zu nennen) setzen sich vor Ort für den Wasservogelschutz am Unteren Inn ein. So bringt beispielsweise das Naturium am Inn Besuchern und Ortsansässigen den Feuchtgebietsschutz näher. Unterstützt wird es dabei von der Ramsar-Gebietsbetreuung, die auch mit den örtlichen Landnutzern im Austausch steht. „Denn nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir uns auch in den kommenden 50 Jahren über zahlreiche gefiederte Gäste aus aller Herren Länder am Unteren Inn freuen,“ so die Gebietsbetreuerin vom Unteren Inn, Andrea Bruckmeier.

Was ist los im Stausee?

Aktuelle Vögel am Unteren Inn

Kurz vor den Feiertagen war die Gebietsbetreuerin für den Unteren Inn, Andrea Bruckmeier, am Inn unterwegs und hat geschaut, welche Vögel sich momentan auf den Verlandungszonen aufhalten.

Folgende Arten hat sie in den Stauseen entdecken können:

Höckerschwäne, Brand- und Rostgänse und hunderte Graugänse. Viele verschiedene Entenarten sind zu unterscheiden gewesen: Stock-, Schnatter-, Reiher-, Schell-, Tafel-, Krick- und Spießenten.

Lach- und Mittelmeermöwen sind am Inn unterwegs. Und von diesen Arten waren einige Individuen anwesend: Gänsesäger, Blässrallen, Haubentaucher, Kormorane, Silberreiher und auch Zwergtaucher.

Ein Seeadler war auf einem Baum sitzend zu erspähen. Es wird ein Durchzügler gewesen sein.

Die drei Kraniche, die noch letzte Woche Rast auf der Insel unterhalb des Kraftwerkes Ering-Frauenstein machten sind wohl schon weiter geflogen. Oder ob wir sie bald mal wiedersehen?

BLOG

Kranichzug über dem Inn

Wie bereits im letzten Jahr, zogen auch in diesem Herbst einige Kranich-Schwärme über Rottal-Inn hinweg. In den Staubereichen am Unteren Inn wurden sogar rastende Kraniche beobachtet. Mitte November fand ein Kranich-Schwarm einen Schlafplatz in der Hagenauer Bucht und auch auf einer Sandbank im Stausee und unterhalb des Kraftwerkes Ering-Frauenstein sah man häufiger drei rastende Kraniche. Allerdings sind rastende Kraniche bei uns am Inn bisher nur ein seltener Anblick.

Warum aber kommen scheinbar immer häufiger Kraniche an den Unteren Inn? Bekannt sind zwei große Zugrouten für Kraniche: die Ostroute über Baltikum, Türkei und Israel bis nach Nordafrika. Und die Westroute, über Frankreich bis nach Spanien. In der Extremadura Südspaniens überwintern die Kraniche. Seit einigen Jahren biegen aber einige Kraniche vor den Alpen von der Ostroute ab und fliegen nach Westen, wobei sie auch über Niederbayern fliegen. Am Westalpenrand stoßen sie zu den Westziehern. Gemeinsam mit diesen fliegen sie dann weiter über Frankreich ins Überwinterungsgebiet nach Südspanien.

Warum sie das tun, weiß man nicht. Vielleicht liegt es am Wetter, oder einige Vögel haben sich irgendwann einmal „verflogen“. Und da junge Kraniche den Zugweg im Familienverband von den Eltern lernen, nehmen jedes Jahr mehr Kraniche den neuen Zugweg.

Die charakteristischen Flugformationen bilden meist leicht versetzte Ketten oder Keile. Vor allem in den Monaten Oktober und November sieht man sie ziehen. Zwischen Februar und März fliegen sie auf fast den gleichen Zugrouten wieder zurück in ihre Brutgebiete. Ein Vogel fliegt im Windschatten des Vordervogels um Energie zu sparen. Der Vogel an der Spitze wird  regelmäßig ausgewechselt, damit auch er sich einmal ausruhen kann. So ein Kranich-Schwarm fliegt, abhängig vom Wind und den Sichtverhältnissen, normalerweise bis in eine Höhe von 2000 Metern. Beim Flug über Bergketten erreichen sie aber auch über 5000 Meter Höhe.

Oftmals werden ziehende Kraniche und Gänse verwechselt. Man kann sie aber gut daran unterscheiden, dass die Füße der Kraniche hinter dem Schwanz herausragen. Bei den Gänsen sieht man ihre Füße nicht, sie sind unter dem Schwanz verborgen. Auch am Ruf kann man sie unterscheiden: Kranichrufe hören sich an wie ein Trompeten, die Rufe der Gänse klingen dagegen wie Geschrei.

Der Kranich (Grus Grus) ist mit einer Größe von 120 bis 130 Zentimetern deutlich größer als Weißstorch und Graureiher. Die Flügelspannweite mit 2,20 Meter nicht ganz so groß wie die des Seeadlers. Nur ältere Vögel ab einem Alter von frühestens 2 Jahren tragen die rote Kopfplatte sowie die langen Schmuckfedern, die bei der Balz aufgestellt werden.

Ihre Nahrung besteht aus Körnern und Wurzeln abgeernteter Felder, Insektenlarven sowie kleinen Fischen und Säugetieren. Problemen auf landwirtschaftlichen Flächen wird mancherorts mit sogenannten „Ablenkfütterungen“ entgegengewirkt.

Laut EU-Vogelschutzrichtlinie gilt der Kranich als besonders gefährdet und darf nicht bejagt werden. Wilderei und die Jagd auf andere Wasservögel führt allerdings trotzdem zu Störungen an seinen Rast- und Brutplätzen. Dies und immer stärker schwindender Lebensraum gefährden seinen Bestand auf lange Sicht.

Internationaler Tag der Artenvielfalt - Mai 2021

Internationaler Tag der Artenvielfalt am 22. Mai 2021

Der Internationale Tag der Artenvielfalt am 22. Mai erinnert an das Übereinkommen der Vereinten Nationen zum Schutz der biologischen Vielfalt (Biodiversitäts-Konvention). Zur biologischen Vielfalt (Biodiversität) gehören neben der Artenvielfalt auch die Vielfalt der Ökosysteme und die genetische Vielfalt.

Die biologische Vielfalt schwindet weltweit rapide - wegen uns Menschen. Sie ist aber enorm wichtig: So sind Lebensräume mit hoher biologischer Vielfalt widerstandsfähiger gegenüber Störungen und erbringen wichtige "Dienstleistungen" auch für uns Menschen (zum Beispiel als Wasserfilter, durch Bestäubung oder als Erholungsraum). Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit.

Tag der Artenvielfalt am Unteren Inn - dieses Jahr online

Nachdem wir am Tag der Artenvielfalt nicht wie ursprünglich geplant die Lebensräume am Unteren Inn gemeinsam erkunden können, haben wir zumindest online einiges für euch zusammengestellt:

Hier gibt es ein Rätsel zur Vogel-Vielfalt am Unteren Inn.
(Und hier geht's zur Lösung.)

Die Pflanzenarten-Vielfalt auf der Wiese könnt ihr mit dieser Anleitung ganz einfach selbst erkunden.

Reges Treiben auf den Verlandungszonen

Lachmöwen im Stausee Ering-Frauenstein

Mindestens 1000 Lachmöwen halten sich zur Zeit auf den Verlandungszonen im Stausee am Kraftwerk Ering/Frauenstein auf. Das Brutgeschäft läuft auf Hochtouren.

Bei der Gelegenheit haben wir ein kleines Video von dem "Gewimmel" auf der Sandbank gemacht. Die Biologin Dr. Beate Brunninger erklärt dazu etwas.

Insekten-Arten auf dem "Biotopacker" bei Eglsee/Ering

Am 22. Mai, dem „Internationalen Tag der Artenvielfalt“ hat sich das Naturium-Team zusammen mit Walter Sage, vom Bund Naturschutz Kreisgruppe Rottal-Inn und der Zoologischen Gesellschaft Braunau, auf den Weg zum Biotopacker nach Eglsee gemacht um Insektenarten zu zählen.

Der Biotopacker war vor etwa 20 Jahren noch ein Maisfeld, das im Zuge seiner Renaturierung in eine reich strukturierte ca. 20 ha große Fläche umgewandelt wurde. Auwald, trockenwarme bis feuchte Wiesen, Tümpel, Sickergraben und Inndamm bieten einer Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Viele Raritäten wurden hier bereits gefunden.

Es war schon erstaunlich, was wir in eineinhalb Stunden alles zu Gesicht bekamen. Trotzdem: es waren weniger Insekten zu finden, als im letzten Jahr – und das nicht nur wegen der feuchten Witterung. Die Artenzahlen sind deutlich rückläufig.

Insgesamt gut 35 Insektenarten kamen zusammen.

Schmetterlingsarten:
Grünader-Weißling, Aurorafalter, viele Idas-Bläulinge, einige vom Gemeinen Bläuling, Braune Tageule, Heidespanner, viele Fliegen-Sackträger. Von solch einem fanden wir sogar eine aus kleinen trockenen Grasteilchen und Steinchen zusammengebaute Puppe, der sogenannte „Raupensack“, in dem die Larve geschützt ihre Entwicklungsstadien durchläuft, damit aber mobil ist und sich Nahrung suchen kann, die aus abgestorbenen Pflanzenteilen besteht. Weiterhin sahen wir einen Schmuck-Kleinspanner, das Weibchen eines Kurzschwänzigen Bläulings und ein Tagpfauenauge.

Käferarten:
Dünen-Sandlaufkäfer (von ihnen viele – aber keinen einzigen Deutschen Sandlaufkäfer), Gemeinen Weichkäfer, Rotbauchiger Laubschnellkäfer, Mausgrauer Schnellkäfer, Gemeiner Pillenkäfer, Gartenlaufkäfer, Trauer-Rosenkäfer, Ameisenblattkäfer, Johanniskraut-Blattkäfer, Glänzender Blütenprachtkäfer (einige), Stachelkäfer.

Libellen: die Frühe Adonislibelle und die Hufeisen-Azurjungfer.

Wildbienen: Sandbiene, Furchenbiene, Schmalbiene, Blutbiene, Ackerhummel, Steinhummel, Erdhummel.

Dann waren da noch: eine Heuschrecken-Nymphe, eine männliche und weibliche Springspinne, zwei Wiesenschnaken bei der Paarung, rote und schwarze Ameisen und Blutzikaden.

Ein interessantes Insekt

Der Fliegensackträger

Video: Der Fliegensackträger - © Naturium






Am „Internationalen Tag der Artenvielfalt“ machte uns Walter Sage, von der Zoologischen Gesellschaft Braunau und dem BN Kreisgruppe Rottal-Inn, auf dieses kleine schwarze Insekt aufmerksam. Dieser kleine schwarze Falter flatterte zwischen den Gräsern und Wildpflanzen umher und wollte für ein Foto einfach nicht stillhalten. So machten wir eine kleine Filmaufnahme davon. Der Fliegensackträger ist ein Schmetterling, der sich eben besonders gerne auf sonnigen Wiesen mit sandigen Böden und lichten Baumbeständen aufhält, also hier auf dem Biotopacker bei Eglsee genau richtig.

Dieser kleine schwarze Schmetterling kann einem fast leid tun, denn er kann keine Nahrung aufnehmen da er stark verkümmerte Mundteile hat. Nur die Raupe frisst, und sie ernährt sich von vielen verschiedenen Pflanzen: z.B. Wiesensalbei, Spitzwegerich, Brombeeren, usw. Als Sackträger wird er bezeichnet, weil die Raupe sich aus kleinen Pflanzenteilen und Sand ein Gespinst zusammenklebt, das als Sack bezeichnet wird. Mit dem Hinterleib darin zieht sie es auf der Nahrungssuche hinter sich her. Hierdrin häutet und verpuppt sie sich. Nach dem Schlüpfen sucht das Männchen sogleich ein Weibchen auf um sich zu verpaaren. Die Weibchen bleiben flügellos und leben nur wenige Tage. Das Männchen lebt nur wenige Stunden. So führt dieser kleine schwarze Falter ein recht kurzes, dafür aber sehr aktives Leben. Umso schöner, dass wir ihn entdeckt haben und in unserem Filmchen zeigen können.

Der Bläuling am Tag der Artenvielfalt

Am 22. 5., dem internationalen Tag der Artenvielfalt, auf dem Biotopacker in Eglsee, einem vor ca. 17 Jahren naturierten Maisacker, präsentierten sich freudigerweise Bläulinge in größerer Zahl. Vor allem der Idas-Bläuling gab sich die Ehre. Auch einige Exemplare des Gemeinen Bläulings waren unterwegs.

Diese wunderschönen meist himmelblauen Schmetterlinge haben eine Flügelspannweite von etwa 20-35 mm. Es gibt 48 Arten in Deutschland. Ihre Färbung reicht von Blau, Braun und Rot bis Grün und Grau. Bei u.a. Idas-Bläuling, Hauhechel-Bläuling, Wiesenknopf-Ameisenbläuling sind die Flügeloberseiten bei den Männchen blau. An den Flügelunterseiten kann man die Arten unterscheiden. Bei den Weibchen sind die Flügeloberseiten braun.

Die Flugzeit der Schmetterlinge reicht von Ende April bis August, die Raupenzeit von September bis April. Sie bevorzugen eine offene Landschaft mit Ruderalflächen aber auch extensive Feuchtwiesen oder Streuobstwiesen

Sie mögen verschiedene Kleearten, Hauhechel, Disteln oder bspw. Wasserdost. Auf dem Biotopacker findet man sie häufig dort, wo der Hornklee blüht. Dort legen sie auch ihre Eier ab. Die Raupen des Ameisenbläuling z.B. ziehen in Ameisennester und ernähren sich von Eiern und Puppen. Als Raupe überwintert der Bläuling auch.

Früher ausgesprochen häufig, ist der Bläuling heute wegen intensiver Wiesennutzung aus vielen Gebieten verschwunden.

Himmelblaue Schmetterlinge auf dem Biotopacker in Eglsee

Video: Idas-Bläuling - © Naturium

Arten retten:

Zum Beispiel die Steinhummel

Video: Die Steinhummel - © Naturium






Neben einigen Hummelarten, die wir am Tag der Artenvielfalt auf dem Biotopacker in Eglsee entdecken konnten, faszinierte uns die Steinhummel besonders. Unermüdlich flog sie von Blüte zu Blüte um Nektar zu sammeln. Hier vollführte sie wahre Kunstflugübungen um nicht mitsamt den Blüten, wie hier beim Hornklee, am Boden zu landen. Der Pollen blieb dabei an ihrem Pelz haften und Blüte um Blüte wurde so befruchtet. Eine wichtige Befruchtungsarbeit, die jede Hummel und jedes andere nektarliebende Insekt leistet. Ohne diese Insekten gibt es keine Wildblumen-Blütenpracht mehr. Auch keine Beeren und Früchte und keine Samen mehr, um diese wichtigen Pflanzen weiterhin in unserer Natur erleben zu können.

Man erkennt die Steinhummel an ihrem schwarzen Pelz und dem leuchtend roten Hinterteil. Sie nistet unter Steinhaufen und Mauern, daher ihr Name. Aber sie ist da flexibel: bezieht auch verlassene Mäuse- und Vogelnester oder Strohhaufen. Sie bevorzugen den Nektar von Klee-Arten, Taubnessel, Kriechendem Günsel und Vogel-Wicke. Aber auch an Obstblüten nascht sie gerne.

Steinhummeln sind äußerst friedfertige Brummer, sie stechen so gut wie nie. Findet man eine erschöpfte Hummel, kann man ihr im Notfall mit etwas Zuckerwasser gefahrlos ein wenig helfen, wieder zu Kräften zu kommen. Wichtig ist: niemals Honig geben! Dieser kann zu Erkrankungen des einzelnen Insekts sowie auch des ganzen Hummelstaats führen.

Am besten hilft man Hummeln, Bienen und Schmetterlingen aber, indem man heimische Sträucher und Blühpflanzen in seinen Garten setzt und Wildkräuter in wenigstens einer Ecke des Gartens gewähren lässt. So kann zu jeder Zeit im Jahr Nektarnahrung zur Verfügung stehen. Damit retten wir nicht nur Insekten, sondern auch unsere heimischen Singvögel, die jedes Jahr immer weniger Insektenfutter zur Aufzucht ihrer Küken finden. Es macht nicht mehr Aufwand, unserer Natur etwas Gutes zu tun, aber es ist so wichtig etwas zu tun.

Froschkonzert in Ering

Froschkonzert am Naturium in Ering

Seit der Frühling Einzug gehalten hat, ist auch das Leben im Teich des Naturium erwacht. Einer nach dem anderen hat Quartier bezogen. Nun ist die WG bereits gut besetzt. Insgesamt fünf Seefrösche haben wir gezählt. Und das Leben im Teich ist bunt. Von Hellgrün über Braun nach Dunkelgrün. Und sogar Quietschegrün - das ist der Laubfrosch.

Die Seefrösche geben ihr alltägliches Konzert. Wunderschön - und dabei sogar gratis. Sie rivalisieren um die schönsten Plätze auf den Wasserpflanzen im Teich, die zunächst noch spärlich erste Triebe bilden, aber hoffentlich schon bald den Fröschen gute Versteckmöglichkeiten bieten.

Auch eine junge Ringelnatter haben wir entdeckt. Dann hat es Mutter Ringelnatter im letzten Jahr wohl so gut bei uns gefallen, dass sie gleich in die Familienplanung gegangen ist.

So gefällt es auch uns: Wir haben einfache Grundbedingungen geschaffen und die Natur hat sie gerne angenommen.

Froschkonzert

Verzeiht die mäßige Filmqualität - es ist unser erstes Filmchen von den Fröschen in unserem Teich. Aber wir freuen uns so darüber, dass wir es unbedingt herzeigen möchten.

Schneepracht am Unteren Inn

Schnee is schee am Unteren Inn

Ganz schön geschaut haben wir in der Früh in Ering. Soviel Schnee hatten wir hier im Inntal schon lange nicht mehr... Da ging es erstmal fleißig ans Räumen - das bringt den Kreislauf in Schwung.

Ein Gang an den Inn war natürlich unumgänglich, um zu schauen, was die Vögel im Stausee von der weißen Pracht halten.

Es war, wie zu erwarten, nicht viel los, einige Enten plantschten und badeten ungeachtet der eisigen Kälte im Stausee, ein bis zwei Kormorane waren zu sehen und ein Schwan umwarb sein Weibchen. Er hatte einiges zu tun, um fremde Verehrer zu vertreiben, sowie sein Revier zu verteidigen. Auch einige kleinere Schwärme von Graugänsen waren unterwegs.

Am Umgehungsgewässer und im Auwald liegt es herrlich, mindestens 20 cm hoch, und es glitzert schön in der Sonne. Genau richtig, um einen Spaziergang in der frischen Schneeluft und in der Sonne zu genießen und Schneemänner zu bauen - oder Schneekatzen...

Neu: Erlebnis Vogelwelt und Erlebnis Umgehungsgewässer

Erlebnis-Stationen "Vogelwelt" und "Umgehungsgewässer" sind fast fertig

Der alte Vogelbeobachtungsturm in Eglsee wurde nun erneuert. Der neue Turm, jetzt unter dem Namen „Erlebnis Vogelwelt“, wurde in den letzten Tagen nahezu fertiggestellt. Was noch fehlt, sind unter anderem die Holzstangen (so wie man sie vom Naturium in Ering kennt), die ein Schilf darstellen sollen, inmitten derer der Vogelturm stehen wird. Eine Absperrung verhindert momentan noch den Aufgang auf den Turm. Wir bitten, dies zur eigenen Sicherheit zu beachten.

Das "Erlebnis Umgehungsgewässer" ist ebenfalls so gut wie fertig, es ist aber noch einiges zu installieren, damit in Zukunft dort Foto-Ausstellungen stattfinden können.

Noch im Bau befindet sich auf deutscher Seite das "Erlebnis Auenlebensräume", sowie auf österreichischer Seite die Erlebnis-Stationen Quellbach, Totholz und Auengewässer. Wir freuen uns bereits jetzt darauf, diese bald der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Ein Hauch von Winter im Dezember 2020

Der erste leichte Schneefall in diesem Winter Anfang Dezember hatte auch die Natur am Unteren Inn verzaubert. Mittlerweile war der Schnee zwar teilweise wieder weggetaut, aber das Eis in der Eglseer Bucht hielt zumindest an manchen Stellen noch den Schwänen stand.

Biotop-Pflege in der Eringer Au Oktober 2020

Dem einen oder anderen Spaziergänger wird auf seinem Weg durch die Eringer Au in der letzten Zeit vielleicht aufgefallen sein, dass ein Bagger im Bereich des Naturerlebnisweges fleißig seine Arbeit tat.

Grund war eine Biotop-Pflege-Aktion der Unteren Naturschutzbehörde Rottal-Inn, die vom Landschaftspflegeverband Rottal-Inn durchgeführt wurde. Die Gebietsbetreuerin für den Unteren Inn, Andrea Bruckmeier, betreute und beaufsichtigte die Arbeiten fachkundig. Dabei wurde die Vielfalt der Lebensräume am Unteren Inn für seltene Tiere und Pflanzen verbessert.

Zum Beispiel ging es darum, Tümpel zu entlanden damit sich dort Amphibien und Libellen ansiedeln können. Wechselfeuchte Standorte wurden hergestellt, die wiederum wichtig für bestimmte Pflanzen, wie z.B. seltene Seggen sind.

Der bei den Arbeiten angefallene Gehölzschnitt wurde als Reisig- oder Häckselhaufen für Reptilien, hier speziell für die Äskulapnatter, an der alten Brenne und am Biotopacker aufgeschichtet.

Es entstanden sandige Böschungen, die unter anderem wichtige Brutbedingungen für Wildbienen und andere Insekten bieten. Beim Biotopacker in Eglsee wurden schließlich auch Kiesflächen im Grundwasserschwankungsbereich angelegt. Dazu wurde ein Teil des Schilfes abgegraben.

Von Zeit zu Zeit sind diese Arbeiten nötig, um einen optimalen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.

Herbststimmung am Unteren Inn September 2020

Servus Sommer - griaß‘Di Herbst!

Auch wenn der Nebel in diesem Monat November keine gute Laune aufkommen lassen mag, mit seinen dichten Nebelschwaden, die über die Flüsse ziehen, verzaubert der Herbst zur Zeit wieder die Landschaft in Rottal-Inn.

Man sollte einfach raus gehen, Bewegung und die kühle Luft bringen Kreislauf und Seele in Schwung. Zudem malt das Spiel der Sonnenstrahlen im Nebel die schönsten Bilder, Tautropfen in den Spinnennetzen wirken wie Perlen einer Kette.

Auch Schloss Frauenstein wirkt wie ein verwunschenes Märchenschloss… Und selbst die Vögel auf dem Fluss lassen sich nicht stören und gehen ganz ruhig ihrer Nahrungssuche nach. Umso wärmer wird einem dann um‘s Herz, wenn die Sonne durchbricht, der Nebel sich langsam verzieht, und die bunt gefärbten Blätter der Bäume beweisen, dass auch der November schöne Momente bietet.

Wie helfe ich Wildbienen am besten über den Winter?

Folgende Maßnahmen sind leicht umzusetzen und helfen dabei, die Population von Wildbienen und anderen wichtigen Insekten auch für das folgende Jahr zu sichern. Denn auch unsere Singvögel und ihre Bruten sind im Frühjahr davon abhängig!

  • Ein Insektenhotel aufstellen
  • Offene Bodenstellen zulassen, Sandflächen schaffen
  • Altholz, Pflanzenstängel und andere oberirdische Hohlräume im Garten belassen
  • Stauden und Gehölze erst im Mai zurückschneiden
  • Wiesen erst im Juni mähen
  • Trockenmauer, Kräuterspirale oder Steinhaufen sind ebenfalls beliebte Winterquartiere
  • Blumenzwiebeln von Winterlingen, Schneeglöckchen, Krokussen u.a. setzen

So helfen Sie den Insekten auch im Winter

Insekten sind neben ihrer wichtigen Bestäubungsleistung unentbehrliche Nahrungsgrundlage für unsere heimischen Singvögel und für Kleinsäuger wie z.B. Igel sowie für verschiedene Amphibien und Reptilien. In den letzten Jahren ist jedoch ein erheblicher Schwund an Insekten, besonders der Wildbienen zu verzeichnen.

Mit ein paar einfachen Tricks können Sie Ihren Garten auch in der kalten Jahreszeit für die heimische Tierwelt aufwerten:

In den Stängeln von Brombeere, Sonnenblume und Schilf überwintern unzählige Raupen und Larven. Gerade nützliche Blattlausjäger wie Marienkäfer und Florfliegen brauchen Staudenstängel als Winterquartier. Lassen Sie abgeblühte Pflanzen und Stängel daher einfach mal stehen. Mit Frost oder Schnee „bezuckert“, geben sie dem Garten auch im Winter Struktur und sehen zudem hübsch aus.

Auch im herabgefallenen Laub verstecken sich Schnecken und Asseln sowie Käfer aller Art, die gerne von überwinternden Vögeln wie Amsel und Meise aufgelesen werden. Werfen Sie Laub daher nicht in den Abfall, sondern legen Sie in einer Ecke im Garten einen Laubhaufen an. Mit Ästen und Zweigen gegen den Wind gesichert, bietet er Schutz für die Igel, die auch ihre Nahrung dort finden.

Fazit: In einem nicht zu sauber ausgeräumten Garten finden viele Tiere einen Unterschlupf für den Winter. Probieren Sie es doch mal aus und beobachten Sie, wer alles einzieht...

VON DER SANDBANK ZUM AUWALD - Teil 3

Es entwickelt sich Baumbestand


Bereits nach wenigen Jahren gedeihen die ersten Bäume auf den jungen Inseln in den Staubereichen des Inn. Es sind Silberweiden, die dicht an dicht wachsen und mit der Zeit das Schilf zurückdrängen. Eine Weichholzaue entsteht - Lebensraum für Singvögel wie Blaukehlchen, Beutelmeise und Pirol.
Je älter die Inseln werden, umso mehr nimmt die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten zu. Auch der Biber, der in den 1970er Jahren nach seiner Ausrottung hier wieder angesiedelt wurde, trägt als Lebensraumgestalter dazu bei. Es gedeihen Erlen und Traubenkirschen. Nach Jahrzehnten ist der Waldboden im Frühjahr übersät mit Lerchensporn, Buschwindröschen und anderen Blumen. Ein artenreicher Auwald ist entstanden.
Die Auwälder auf den Inseln am Unteren Inn stehen unter Naturschutz. Von daher entwickelt sich die Natur dort ohne Eingriff des Menschen wie in einem Urwald. Die beste Voraussetzung für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt.

VON DER SANDBANK ZUM AUWALD - Teil 2

Die ersten Pflanzen keimen


Sobald die Verlandungszonen und Sandbänke in den Stauseen des Inn so hoch werden, dass sie im Sommer nicht mehr ständig unter Wasser stehen, beginnen bunt blühende sogenannte Pionierpflanzen wie z.B. Blutweiderich und Zweizahn mit der Erstbesiedelung der jungen Inseln.
Für Lachmöwen, verschiedene Entenarten und auch andere Vögel sind diese Flächen begehrte Brutplätze.
Sehr bald schon wird die Pioniervegetation auf den Inseln durch Schilf abgelöst. So entstehen ausgedehnte Schilfflächen. Diese bilden mit dichtem Bewuchs einen schützenden Lebensraum für so seltene Vogelarten wie z.B. die Große Rohrdommel oder den Drosselrohrsänger.

VON DER SANDBANK ZUM AUWALD - Teil 1


Wie entstehen die Sandbänke im Stausee?


Noch im 18. Jahrhundert war der Inn ein wilder Fluss mit einem weit verzweigten System von Nebenarmen und Überflutungsflächen. Um 1900 begann man damit, ihn zu begradigen und zu kanalisieren. Durch den beginnenden Bau von Wasserkraftwerken ab 1923 entstand schließlich eine Kette breiter Stauseen.
Als alpiner Fluss führt der Inn gewaltige Mengen an Sand und Feinsedimenten aus den Bergen mit sich. Dieser Gesteinsabrieb bildet in den Stauseen mit der Zeit ausgedehnte Flachwasserzonen und Sandbänke. Tausende Wasservögel finden dadurch Nahrungs- und Rastplätze, die sie während der Zeit des Vogelzuges aufsuchen. Hier finden sie Nahrung in Form von bspw. Schlammröhrenwürmern und Insektenlarven, die sie mit ihren zum Teil recht langen Schnäbeln aus dem Sand herausziehen können.
Der Teil des Unteren Inn, der sich von der Salzachmündung bei Haiming bis zur Mündung der Rott bei Neuhaus/Schärding auf ca. 55 Flußkilometer erstreckt, wurde als international bedeutendes und schützenswertes Feuchtgebiet 1976 in die Ramsargebiets-Konvention aufgenommen und bekam 1979 vom Europarat das Prädikat „Europareservat“ verliehen.

Kontakt